Die Tür


Wir waren im Kino und es kam nichts romantisches!
Nein, diesmal kam nämlich ein Mystery-Thriller und ich fand ihn überhaupt nicht schlecht. Eigentlich mag ich Thriller ja auch, ich bin nur seit einer Weile irgendwie eher in einer Emotionalen Phase. Früher habe ich fast nur Thriller und sonstiges spannendes gelesen, heute sind es bevorzugt Liebesromane. Aber egal, es geht um den Film!
Es geht um David Andernach, einen Maler der mit Frau und Tochter in einem netten Haus in einem schicken Viertel lebt.
Eines Tages spielt seine Tochter im Garten als er die Nachbarin besucht um mit dieser seine Ehefrau zu betrügen. Als er zurückkommt muss er feststellen das seine Tochter im Pool ertrunken ist.
Seine Ehe zerbricht daraufhin und sein ganzes Leben geht den Bach runter, bis er 5 Jahre später eine Tür entdeckt. Hinter dieser findet er sein Viertel wie vor 5 Jahren wieder. Seine Tochter lebt, er selbst jedoch auch. Während sein junges Ich nun die Nachbarin besteigt rettet er seine Tochter.
Die eigentlich Glück verheißende Chance auf einen Neuanfang entpuppt sich jedoch als ein dunkles Szenario mit verhängnisvollen Geheimnissen.

Die Romanvorlage von Akif Pirinçcis wurde nur frei verfilmt, das Buch würde mich nun auch mal reizen.
Der Film bleibt lange spannend und bringt auch einige unerwartete Wendungen, nur das Ende wird wieder etwas zu vorhersehbar. Allgemein aber ein sehenswerter Film, der durchaus nochmal für einen DVD-Abend in Frage kommt.



Zwölf Runden


Frau N. war wieder da. Optisch und Akustisch blieb sie nicht unbemerkt.
Im diesmal wieder gewohnten Kino saß sie nur eine Reihe vor uns und hat an ihrer üblichen 1,5Liter Flasche Wasser getrunken und während des Films immer wieder kommentiert und, noch viel dominanter, gelacht.
Vielleicht hat sie ja wirklich Kontakte ins Kino, denn der Film war kam war sehenswert.
Nichtgrade ein Frauenfilm und auch nicht das, wonach mir momentan der Sinn steht, aber es ist ein spannender und actionreicher Thriller.
Danny Fisher, Detective bei der Polizei in New Orleans kann seinen größten Fang verbuchen. Er nimmt dank mehr Glück als Verstand den vom FBI dringend gesuchten Miles Jackson fest. Dessen Lebensgefährtin kommt dabei allerdings ums Leben.
Danny wird befördert und lebt glücklich mit seiner Freundin zusammen, bis pünktlich zum Jahrestag Miles wieder auftaucht und sein Leben zerstören will. Er fordert ihn zu einem Spiel mit 12 Runden auf in dem es um Alles geht.
Es war spannend und hatte immer wieder kleine Überraschungen zu bieten. Man wusste selten, wie es weiter geht weil jede der Runden etwas neues zu bieten hat.
Auch das Ende ist Anfangs kaum zu erahnen.Allerdings habe ich am Ende auch etwas auszusetzen, die letzten paar Sätze die gesprochen werden waren mir einfach “too much” und hätten so nicht sein müssen.
Ausserdem fand ich die Actionszenen viel zu schnell geschnitten, wie eigentlich immer. Ich verliere so schnell den Überblick und es ist viel mehr Hektik als ich für gut empfinde.
Allgemein kann ich für den Film aber eindeutig eine Empfehlung aussprechen, man kann ihn sich wunderbar ansehen.
Solang man nicht auf eine romantische Komödie hofft, wird man vermutlich nicht enttäuscht sein.



Public Enemy No. 1 – Todestrieb


Sie war wieder da!
Ich habe Frau N. wieder entdeckt. Allerdings erst nach dem Film, vor dem Parkhaus. Wärend dem Film habe ich nichts von ihr gesehen oder gehört. Das könnte am ungewohnten Kinosaal gelegen haben. Normalerweise kommt die Sneak immer in Saal 8 oder 9, recht große Säle. Diesmal war es in Saal 5, richtig ungewohnt in einem so kleinen Kino. Unsere gewohnten Plätze hatten wir auch nicht, da blauerblubbs Cinecard zu zicken neigt und den Onlinekauf öfter mal verweigert. Ich schiebe die Rückenschmerzen, die ich wärend dem Film bekam mal auf den ungewohnten Saal und Sessel, in dem ich einfach nicht bequem saß.

Direkt bei der Produktionsfirma war uns klar, das ich richtig vermutet hatte. Es kam der zweite Teil von Public Enemy No. 1, den ersten hatten wir ja vor über einem Monat gesehen.
Ich fand den Film wieder nicht so besonders. Zu meinen Rückenschmerzen gesellten sich wärend des Films auchnoch Kopfschmerzen, die die unglaublich wackelige Kameraführung nichtgrade besserte. Es gab viel Action. Es wurde auf Gerichten und Gefängnissen ausgebrochen, entführt, gemordet und bedroht. Es gab schöne Frauen und Kerle mit Zielen vor Augen.
Der Film begann wieder mit dem Ende, diesmal hat man noch etwas weiter gesehen. Der abtransport der Leiche unter einem Blitzlichtgewitter.
Dafür, das man das Ende nur zu gut kannte, war mir der Film eindeutig zu lang. Man hätte einiges meiner Meinung nach ruhig kürzen oder ganz rauslassen können. Zwei Teile, und beide mit überlänge, sind mir zuviel.
Ich werde ihn freiwillig nicht nochmal ansehen, wobei die Filme an sich sicherlich nicht schlecht sind. Besonders für Leute, die diese Geschichte damals mitbekommen haben.
Ich hatte vor den Filmen noch nie von Jacques Mesrine gehört, das ganze endete schließlich auch eine ganze Weile vor meiner Geburt.
Wer interesse an dem Stoff hat, findet sicherlich Gefallen an dem Film. Wer Actionfilme nicht besonders mag, wird wohl etwas Handlung vermissen.



Duplicity – Gemeinsame Geheimsache


Ein sehr entspannter Kinoabend. Keine Frau N., keine Frau S. und auch sonst keine Störungen.
Ausserdem ein netter Film.
Julia Roberts und Clive Owen spielen ein Pärchen aus ehemaligen Geheimagenten, das sich nun der Wirtschaftsspionage widmet um reich zu werden und sich damit ein angenehmes Restleben finanzieren will.
Das die beiden zusammen arbeiten, verheimlichen sie und versuchen so alle um sich herum zu täuschen. Sie wollen zwei Firmen um ihr Patent für ein neues, großartiges Produkt bringen um dieses dann selbst zu verkaufen.

Ein wenig hat der Film an Mr. & Mrs. Smith erinnert. Es gab weniger Aktion, dafür mehr Verschwörungen und immer wieder wendete sich die Handlung in eine unerwartete Richtung.
Im Film gab es immer wieder Rückblicke auf die Vergangenheit der Beiden, die einem dabei helfen sollten, alles zu verstehen. Ich empfand die meisten als nicht sehr gut integriert und oftmals haben sie auch eher verwirrt. Bis man das ganze durchblicken konnte, hat es recht lange gedauert.
Leider scheint es momentan modern zu sein, mehrere Bilder gleichzeitig auf der Leinwand zu zeigen. Ich mag es nicht und empfinde es als störend.
Dennoch fand ich den Film gut und durchaus sehenswert. Im FreeTV könnte ich durchaus in Erwägung ziehen, ihn mir nochmal anzuschauen.



Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt


Frau N. – 4 Reihen vor uns und dennoch hört man sie lachen. Bei einem Thriller.

Ein Film über das leben eines französischen, kriminellen Arschlochs, hauptsächlich in den 60ern.
Zum Inhalt möchte ich nicht mehr sagen, wer will kann den gerne auf MovieMaze nachlesen.
Ich hatte ohnehin meistens Probleme die Zusammenhänge zwischen den Szenen zu verstehen.
Mir hat der Film nicht gefallen, schon am Anfang, als mehrere Perspektiven auf das gleiche Bild mit nur wenigen Unterschieden gleichzeitig gezeigt wurden.
Der Film strotzt vor Gewaltdarstellungen und ist oftmals schnell und unübersichtlich geschnitten.
Eindeutig nichts für mich. Zu erwähnen ist allerdings noch das er nur Teilweise fiktional ist, im Grundsatz beruht er auf einem Wahren verbrecher der in Frankreich und anderen Ländern unheil stiftete.
Leider gibt es auch nicht wirklich ein Ende, beendet wurde er mit dem Trailer für Teil 2, der schon im Mai anlaufen soll. Ich hab nicht unbedingt vor ihn mir anzusehen.