Rinjah

Szenen III

Der Liebste macht bei einem Osterwichteln mit. Ich habe mich bereiterklärt etwas zu nähen, was er verschenken kann.
Wir sind grade einkaufen.
Rinjah: Wollen wir nicht hier grade mal nach Stoff schauen für das Wichteln?
Liebster: Ach Nein, ich schaue zuhause was du so alles hast. Ich muss ja im Budget von 5€ bleiben.

Tja. Meine schon bereits gekauften Stoffe sind also kostenlos.

Szenen II

Der Liebste ist am PC, ich stehe hinter ihm. Auf seinem Wunschzettel sehe ich einen MP3-Player. Ich habe den gleichen in einer anderen Farbe.
Rinjah: Oh, du willst auch den MP3 Player?
Liebster: Ja, ich denke beim Laufen wäre sowas ganz nett.
Rinjah: Willst du meinen dann mal testen?
Liebster: Ach Nein, ich bestell den nicht. Der hat viele schlechte Bewertungen.
Rinjah: Du verlässt dich lieber auf Internetbewertungen als selbst zu testen?!

(und eigentlich will er eh nur einen kleinen iPod..)

London

Wir sind zurück!
Der Liebste und ich kommen ja leider wenig dazu Urlaub zu machen. Also zusammen, ich kann mich über zuwenig Urlaub dieses Jahr wohl nicht beklagen.
In den 39 Monaten die wir zusammen sind waren wir nun genau zwei Mal weg. Zu Städtereisen. Einmal Amsterdam und dann dieses Wochenende London. Es musste einfach dringend malwieder sein!
Donnerstag nach der Arbeit haben wir uns die bereits gepackten Koffer geschnappt und sind zum Flughafen. Eingecheckt hatten wir online schon am Abend vorher und beim Drop Off der Koffer gab es keine Probleme. Der Liebste ist übrigens der einzig mir bekannte Mensch der ohne Handgepäck reist. Aber soll mir recht sein, er durfte des Öfteren meinen Rucksack tragen. Ich hatte ja noch eine Handtasche.
Ich merke schon, ich werde viel zu ausschweifend.
Wir kamen bis auf einen vermeidbaren Umweg mit der Tube problemlos an, das Hotel war niedlich und gut gelegen. Freitag waren wir bei Harrods (viel zu groß! viel zu voll! viel zu viele Abteilungen!), in einem M&M Store (sie hatten alle Farben, allerdings sehr teuer. Und mini M&Ms hatten sie nicht), aßen Fish & Chips, sind durch Covent Gardens geschlendert (tolle Läden mit CupCake zeug! Ich hab nun CupCake Handwärmer!) und waren Abends in “The Wizard of Oz” Musical. Fantastische Plätze in der 5. Reihe und es war einfach wunderbar. So wunderbar, dass wir am nächsten Tag noch versuchten Karten für Wicked zu bekommen, dass ist aber leider noch so sehr gefragt, dass wir keinen Erfolg hatten.
Samstag waren wir dann im Tate Modern, sind an der Themse entlang durch den deutschen Weihnachtsmarkt geschlendert (sehr authentisch), haben einen Supermarkt geplündert (Backzutaten!) und waren Abends im Winterwonderland im Hyde Park. Wenn jemand wissen will, wo all die Fahrgeschäfte nach dem Oktoberfest hinkommen. Hyde Park. Sogar die deutsche Beschriftung ist fast überall noch drauf.
Aber Weihnachtsmärkte sind wohl etwas typisch deutsches. Auch Glühwein gab es an jedem Stand und bei extra deutschen Pommes frage ich mich immer noch, was Pommes deutsch macht.

Zum abschluss waren wir noch indisch essen. Fantastisch! So unglaublich lecker! Ein kleines Restaurant etwas abseits mit nettem Service bis zu dem Moment, in dem man zahlt.
Ich war noch am Münzen sortieren als uns schon der Teller mit Rechnung und Geld wieder weggenommen wurde und der Tisch extra vorgerückt, damit ich komfortabel aufstehen konnte. Bevor ich den Mantel anhatte, wurde uns schon die Tür aufgehalten. Man hätte den Eindruck bekommen können, sie wollten uns los werden.

Einen Schock bekam ich allerdings, als ich Freitag Vormittag unsere Musicalkarten bezahlen wollte. Meine EC Karte war nicht an ihrem Platz im Geldbeutel und auch sonst nirgendwo zu finden. Ich muss sie liegen gelassen haben. Auf meinem Konto sind erfreulicherweise keinerlei überraschende Bewegungen zu sehen. Das Bargeld hat sehr exakt gereicht, also war es kein großes Problem.
Bilder versprech ich besser keine, es würde doch nur wieder ewig dauern.

Alles in allem ein wundervolles Wochenende. Muss dringend wiederholt werden.
Auf Dublin mit den Mädels im März freue ich mich nun noch mehr!

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  • Kategorie: Ich
  • Essen mit Schwiegers

    Weil meine Schwiegereltern in Spe zum letzten Weihnachten oder so von ihren beiden Kindern einen Gutschein für ein gemeinsames Essen bekommen haben, hatten wir uns verabredet.
    Freitag Abend kurz nach 18Uhr machten der Liebste und ich uns also auf den Weg zur S-Bahn-Haltestelle um pünktlich um 19Uhr im BurgerMeister zu sein. Wir waren fast an der Haltestelle, als sein Handy klingelte. Wo wir denn seien? Na auf dem Weg zur S-Bahn..
    Ich habe nur seine Seite des Gesprächs gehört.. jedenfalls waren seine Eltern sowie Schwester mit Partner schon angekommen und hungrig. Und auch der festen Überzeugung, dass wir uns für 18Uhr verabredet hätten.. na wunderbar. Da gab es wohl irgendwo ein Missverständnis.
    Ich hasse es ja, zu spät zu kommen. 18:55 erreichten wir dann den BurgerMeister. Die anderen hatten schon alle die ersten Getränke und eine Portion frisch gemachter Chips vertilgt und saßen auf Barhockern um einen Tisch. Für 6 reichlich eng, aber wir arrangierten uns.
    Mein Mantel fing fast Feuer, als ich ihn über den Stapel der Jacken auf einem anderen Stehtisch legt.. ich hatte das Teelicht dahinter nicht bemerkt.
    Meine Oberschenkel sind ja öfter mal zu breit, diesmal waren sie allerdings zu lang. Ich saß die ganze Zeit breitbeinig, weil ich so schon mit den Knien an den Tisch stieß.
    Genossen haben das Essen dennoch alle. Vermutlich kam die Lust auf Burger der Mutter auch daher, dass sie ihre Kinder finanziell nicht belasten wollte. Studieren immerhin beide noch.
    Und schmecken tut es dort auch, da hat der Gastroführer eindeutig recht. Leckere, frische Burger die man sich zusammenstellen kann wie man möchte. Dazu Chips, Pommes oder Salat und der selbstgemachte Eistee schmeckt auch wunderbar.

    Trotzdem war das Essen dort recht schnell vorbei und wir sind noch ein bisschen durch die Gassen gewandert, ehe wir uns im Depot 1899 niederliessen. Apfelwein und Deserttapas waren ein schöner Abschluss.

    Einen kleinen Abendsprint legte Schwiegermama-in-spe dann noch hin. Ihr Geldbeutel rutschte wohl beim Aufstehen aus der Tasche und blieb unter dem Tisch zurück. Da hat er auch brav auf sie gewartet.

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  • Kategorie: Ich
  • Szenen I

    Szene unseres Alltags.
    Der Liebste steht sehr auf Erfahrungsberichte. Wenn wir ins Kino wollen, werden Kritiken konsultiert. Wenn er etwas bestellt, wird gegoogelt, welche Meinungen es zu dem Shop gibt. Braucht er neue Technik, werden Monatelang Foren studiert.
    Und wenn wir essen gehen wollen, werden die Bewertungen im Gastroführer Frankfurt 2012 vorgelesen.
    Wir wollen heute essen gehen. Mit seiner Familie. Es war ein geschenkter Gutschein für die Eltern und angeblich hat seine Mutter Lust auf Burger. Es geht also natürlich in den Laden, der den ersten Platz bei Burgerrestaurants gemacht hat, den BurgerMeister. (Das es dort nur ein paar wenige Stehtische und ansonsten Bänke im freien gibt ist erst gestern aufgefallen. Ich bin sehr gespannt auf das Familiendinner!)
    Naja, im Bett sprachen wir also nochmal über den Plan. Licht war schon aus, Hörspiel an und eigentlich wollten wir schlafen. Ich weiss nicht was mich geritten hat, aber als er meinte er sollte vielleicht nochmal nachschauen was Platz 2 ist, Platz 3, die Kuh die lacht wäre jedenfalls eine gute Alternative blah blubb usw.. erwiederte ich, ich hätte den Gastroführer versteckt. Ich hatte vorher gesehen, dass er auf meiner Kommode liegt, ein Platz wo er absolut nicht hingehört.
    MEINE Kommode. Mein Chaos. Nicht der Platz für seine Zeitschrift..
    Mit seiner Reaktion hätte ich nicht gerechnet. Sofort war das Licht wieder an und er begann seinen Schreibtisch zu durchwühlen. Zu diesem Zeitpunkt begann ich schon laut zu lachen.
    Als er den Gastroführer dort nicht fand sah er mich sauer an und löcherte mich mit Fragen. Ob er im Wohnzimmer sei? Im Arbeitszimmer? Er war kurz davor ins Arbeitszimmer zu rennen, weil ich mit “Vielleicht” geantwortet hatte und stand schon an der Tür, als ihm auffiel, dass ich zur Kommode starrte und er ihn dort entdeckte.
    Bis ich aufhörte zu lachen hatte er immerhin Platz zwei ausfindig gemacht und herausgefunden, dass mein Lieblingslieferservice Platz 1 bei den Thai Imbissen belegt. Wunderbar..

    Und Morgen erzähl ich dann vielleicht vom Familiendinner im Stehimbiss.. ich bin schon sehr gespannt darauf!

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  • Kategorie: Ich
  • Weihnachten naht..

    Nagut. Ich finde schon, dass Weihnachten noch ein Stückchen weg ist. Und das ist auch sehr gut so, denn Geschenke habe ich noch keine besorgt, dekoriert ist noch nichts und Plätzchen sind auch noch keine gebacken worden.
    Aber langsam wird Weihnachten bei uns geplant. Und dieses Jahr wird für mich wohl ein ganz besonderes Weihnachten.
    Das erste, dass ich nicht mit meinen Eltern feiere.
    Mit 25 Jahren werde ich dieses Jahr wohl mit dem Liebsten bei seinen Eltern und seiner Schwester feiern (und mit ihnen in die Kirche gehen!).
    Bisher kam das für mich kaum in Frage. Da ich quasi Einzelkind bin, fühlte ich mich schon auch immer etwas verpflichtet, meine Eltern nicht alleine zu lassen. Nach über drei Jahren Beziehung möchte ich Heilig Abend allerdings auch mit dem Liebsten verbringen und ihn vorallem nicht Abends alleine in unserer Wohnung wissen, während ich bei meinen Eltern schlafe.
    Als ich mit meiner Mutter geredet habe schien es ihr auch überhaupt nichts auszumachen. Das wundert mich zwar, freut mich aber auch. Sie planen Heilig Abend nun ohne mich. Entweder fahren sie weg oder zu meinen Großeltern. Und ich also zur Familie des Liebsten. (Die wissen übrigens noch nichts von ihrem Glück, aber vorallem seine Mutter hat mich so herzlich in die Familie integriert, dass es wirklich kein Problem ist)
    Ich bin nun allerdings ein bisschen nervös und hoffe sehr, mich nicht fehl am Platz zu fühlen. Oder in der Kirche aufzufallen. Wobei ein Krippenspiel wohl ohnehin ganz etwas anderes als ein normaler Gottesdienst ist.
    Und Geschenke brauche ich dann auch eindeutig für alle. Ich glaube, ich fange an mir Sorgen zu machen.
    Also meine Gedanken sind jedenfalls schon bei Weihnachten. (Was zieh ich denn bloß an?)

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  • Kategorie: Ich
  • Der beste Liebste

    Auch wenn ich öfter mal über ihn mecker und nicht in jeder Sekunde meines Lebens vor Glück vergehe. Ich hab ja doch den allerbesten Liebsten überhaupt.
    Gestern gab es bei uns spät Mittagessen. Ausserdem einige Snacks zwischendurch und deshalb kein wirkliches Abendessen. Als wir um 0:00 dann ins Bett gingen bekam ich aber doch so langsam wieder Hunger. Hungrig einschlafen kann ich so garnicht. Dann denke ich nurnoch an essen und steigere mich immer weiter rein.
    Um 0:28 waren wir immernoch wach und ich hungrig. Als ich dem Liebsten mitteilte, dass ich jetzt Lust auf einen herzhaften Pfannkuchen mit Salami und Käse hätte, fragte er ob er einen machen soll.
    Ich war etwas perplex und sagte Ja.
    Ich muss zugeben, ich stimmte auch zu um zu sehen ob er das wirklich macht.
    Und er hat es getan. Etwa um Viertel vor Eins hatte ich meinen Pfannkuchen und danach schlief ich zufrieden ein.
    Sollte ich in der Zukunft mal eine clicheehafte Schwangere und von Gelüsten geplagt werden, ich glaube der Liebste ist vorbereitet.
    Für heute Abend hat er übrigens versprochen einen Salat vorzubereiten. Er selbst hat Handballtraining und wird erst nach 23Uhr kommen. Ich habe Raid und nicht viel Zeit um davor Essen zu machen.
    Hach. Er ist einfach der Beste.

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  • Kategorie: Ich