1 Mrz
Ich habe die erste Aufgabe im neuen Projekt bekommen, für die wirklich ich verantwortlich bin.
Prinzipiell ist das gut, nur leider ist die Aufgabe nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Morgen ist ein großes und wichtiges Meeting, zu dem das ganze Projektteam zusammen kommt. Die Kollegen von anderen Standorten haben keine Zugangskarte zu unserem Parkplatz, der etwa 300m vom Bürogebäude entfernt ist.
Ich habe nun die wichtige Aufgabe ihnen meine Karte zur Verfügung zu stellen. Sie rufen mich auf meinem Firmenhandy an, ich begebe mich aus dem 6. Stock runter zu ihnen und händige ihnen meine Karte aus, sie Parken und geben sie mir zurück.
Ja, eine wichtige Aufgabe. Natürlich werde ich es machen, ich helfe ja sogar gerne. Aber ich hätte dann als nächstes doch gerne etwas, dass mehr mit meinem ursprünglichen Aufgabenfeld zu tun hat ;)
24 Feb
Kein guter Tag beginnt damit, dass ich wegen eines unschönen Traums mit sehr schlechter Laune aufwache. Und kein guter Tag geht so weiter wie der heutige.
Gestern habe ich mich noch über den frühlingshaften Sonnenschein gefreut, heute ist davon nichtsmehr zu sehen. Es hat wieder geschneit, nein, eigentlich tut es das immernoch.
Alles, vorallem mein Auto, ist weiss. Das ist einer der Aspekte des Winters, die ich am wenigsten mag. Ich muss mein Auto erstmal von Schnee und Eis befreien bevor ich fahren kann. Das frisst vorallem Morgens Zeit die ich nicht aufbringen will.
Also war ich eigentlich schon zu spät dran, als ich losgefahren bin. Es ist in meinem Büro zurzeit absolut nicht tragisch, wenn ich spät komme. Aber auch mir wiederstrebt es dann doch, erst nach 10:30 einzutrudeln. Heute fuhr ich genau um 10:30 auf den Parkplatz und fand schnell einen schönen. Vor dem aussteigen kontrolliere ich wie immer, ob auch alles dabei ist. Schlüssel, Geldbeutel, Handy, Laptop.. Laptop? Genau das eine Gerät ohne das ich nun wirklich nicht arbeiten kann, steht noch zuhause im Schlafzimmer. Ich habe vergessen ihn einzupacken. Also muss ich wohl oder übel nochmal nach Hause fahren.
Auf dem Weg zum Parkplatzausgang kommt mir dann auchnoch ein Kollege entgegen und fragt besorgt ob ich Krank sei. Warum auch sonst sollte man um die Zeit wegfahren? Ich muss mein Mallheur also auchnoch zugeben.
Kurz nach 11 habe ich es nun doch geschafft und bin mit Laptop im Büro.
Der Tag kann eigentlich nur besser werden.
19 Okt
Seit Juli bin ich nun unter der Woche im Hotel. Seit August nutze ich dort den T-Mobile Hotspot.
Das ist dort der einzige Weg ins Internet zu kommen und in den meisten Zimmern gibt es sehr guten WLan empfang. T-Mobile bietet eine Flatrate für 10€ im Monat für ihre Kunden an, wenn man sie für mindestens 6 Monate nimmt.
Ein faires Angebot, wie ich finde.
Mein Vater ist T-Mobile Kunde, also habe ich ihn gefragt ob er für mich diese Flatrate kaufen kann, den Zugang hatte er ohnehin schon. Er hat zugestimmt und ich habe munter gesurft, gezockt und das Internet einfach genutzt. Das klingt eigentlich alles ganz gut, oder?
Normal ruft er mich nicht wärend der Arbeitszeit an, er weiss, dass sowas eher stört.
Eben rief er mich aber doch an und teilte mit, er hätte auf seiner Handyrechnung einen 300€ Posten für die HotSpot Nutzung und ich bin geschockt.
Er hat die Flatrate per Mail bestätigt bekommen. Angeblich ist sie nun aber für seinen Tarif nicht verfügbar.
Natürlich diskutiert er nun schon wild mit T-Mobile und versucht das ganze zu klären, aber Internet gibt es für mich diese Woche wohl keins mehr nach Feierabend. Und ich habe ein unheimlich schlechtes Gewissen, obwohl ich ja eigentlich nichts dafür kann.
Ich hoffe das alles klärt sich irgendwie. Das ich von T-Mobile weg will ist nun aber definitiv.
(Und das wo gerade Schlotternächte in WoW sind. Ich hab mich so drauf gefreut…)
4 Okt
Mein Büroalltag geht von Montag bis Donnerstag und findet in Bonn statt.
Freitags darf ich nämlich arbeiten wo ich will. Und Homeoffice finde ich klasse, auch wenn es in meiner Wohnung leider immer noch kein Internet gibt. Aber das kommt. Angeblich am 11.10.
Aber zurück zum Büro, dem wirklichen. Ich teile mir einen recht kleinen Raum mit Kollege A. Am Anfang war es mal Kollege D. und ich bedauere sehr, dass es geändert wurde. Mit D. konnte ich gut ab und zu mal ein paar Sätze wechseln, wir gingen zusammen in die Kantine und auch häufiger zusammen zum Hotel. Er pendelt genau wie ich aus Frankfurt und hat mit mir in der Firma angefangen, ausserdem ist er auch erst Mitte 20. Aber leider ist er nichtmehr der Kollege, der mir gegenüber sitzt.
A. ist Ende 40 oder so, pendelt aus Norddeutschland hierher und stammt ursprünglich aus Osteuropa irgendwo. Das ist nur relevant, weil es leider öfter zu Verständigungsproblemen kommt. Ich habe es aufgegeben, mal zwischendurch kurz mit ihm zu plaudern, weil er mich meistens ohnehin missversteht und ich dann mehr Zeit zum erklären brauche, als das Gespräch hätte dauern sollen. Auch wenn ich mal eine Frage habe, bekomme ich fast immer Dinge erklärt die mir vollkommen klar sind. Ich habe dadurch häufig das Gefühl, dass er mich für ziemlich unwissend hält.
Sein Essverhalten ist mit meinem nicht kompatibel. Er geht erst nach 13 Uhr Mittagessen, ich schon kurz nach 12. Dafür legt er um 11 und um 16:30 Essenspausen am Schreibtisch ein.
Während ich diesen Text schreibe, riecht es im Büro schonwieder nach Essen. Wie so oft nach Banane. Und das ist einer der für mich nervigsten Punkte. Ich sehe und rieche dauernd essen. Und es lenkt mich vom Arbeiten ab. Es gäbe auch einen Aufenthaltsraum und eine Küche, wo die meisten andern essen, wenn sie sich was mitbringen. Aber er verzehrt vor meinen Augen bevorzugt eine komplette Toblerone.
Eigentlich habe ich wirklich ausschließlich nette und hilfsbereite Kollegen. Auch A. gehört da dazu. Genervt bin ich dennoch des Öfteren. Und Hungrig.
3 Okt
Freitag wurden in unserer Firma einige Vorträge gehalten bei denen Anwesenheit erwünscht war.
Brav hatte ich in Outlook die Termine auch bestätigt und bin Freitag Morgen pünktlich aufgestanden. Es waren sogar noch 2 Folgen How i Met your Mother auf Pro7 drin, denn die Vorträge sollten um 10 beginnen und mit dem Auto brauche ich 5-10Minuten. Um 9:30 machte ich mich also auf den Weg, bestieg mein Auto und wollte es anlassen. Kurz war der Motor auch zu hören, bevor er wieder erstarb.
Ich hab es noch drei Mal versucht, bevor ich aufgab und mich auf den Weg zur S-bahn machte. Unterwegs meinen Vater, den Eigentümer des Fahrzeugs angerufen und informiert in der Hoffnung er möge schnell vorbei kommen und das Auto bestenfalls wieder Fahrtüchtig machen. Leider hatte er das komplette Wochenende keine Zeit. Leider fuhr mich auch die S-Bahn um 9:37 vor der Nase weg, meine letzte Hoffnung pünktlich zu kommen.
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24 Sep
So ein Seminar bringt einem ja meistens einige neue Erkenntnisse. Ich war nun eine Woche mit einem Seminar zu C# .NET beschäftigt und lasse euch an den Meinen teilhaben.
Ich kenne mich erwartungsgemäß mit den Grundlagen von C# aus.
Darjeeling mit viel Zucker ist lecker.
Fenchel mag ich nicht.
Von 9-17 Uhr mit 3 Pausen zwischendrin nur einem Dozenten zuhören fühlt sich fast an wie Urlaub.
Unter der Woche um 18 Uhr in der eigenen Wohnung sein fühlt sich eindeutig an wie Urlaub.
Ich brauche mehr Darjeeling. Oder grüner Tee Zitrone Grapefruit, der war schon am ersten Tag leer.
21 Sep
Diese Woche hat meine Firma mich das erste Mal auf ein Seminar geschickt. C# für Einsteiger und Umschuler.
Ich weiss nicht wirklich warum ich in dieses Seminar gesteckt wurde, denn bisher habe ich eigentlich nur mit C# gearbeitet. Aber man kann ja immer etwas dazu lernen.
Bisher programmiere ich allerdings schneller und mit weniger Fehlern als der Dozent. Mal sehen ob sich das im laufe der Woche ändert.
Ansonsten ist es toll. Ich habe nur von 9 bis 17Uhr hier zu sein. Um 10:30 gibts ein Frühstücksbuffet, um 12:30 gibt es ein drei-Gänge Mittagsmenü und um 15:00 nochmal Kaffe und süße Teilchen. Und alles schmeckt toll! Gestern gab es Lauchcremesuppe, Schweinerückensteak mit buntem Gemüse und Schupfnudeln und zum Abschluss warmes Pflaumenragout mit Eis. Um 15 Uhr war ich noch viel zu satt für Kuchen.
Nur das Hotel ist nicht so toll. Die Einrichtung ist sicher vor 30 Jahren modern gewesen, der Fernseher steht weit weg und hat Din A4 größe, die Fernbedienung reagiert kaum und es liegt in einem Kaff, in dem es sonst nichts gibt ausser Wald. Zur Krönung hatte das Hotelrestaurant Montags auch noch geschlossen. Handyempfang gab es weder mit D1 noch mit Vodafone und einen Lieferservice erst recht nicht.
Ab heute übernachte ich Zuhause. Die 40Minuten fahrt nehme ich gerne in Kauf um in meinem eigenen Bett zu schlafen (und meinen Fernseher, meine Badewanne, meine Küche nutzen zu können).
So wird das sicher eine sehr angenehme Woche.
Bitte mehr Seminare!
Update: Heute gabs gelbe Tomaten mit Mozzarella und Basilikom, Hühnerbrust an Linguini mit Gemüsestreifen auf Pfefferrahm und einen Beerencrumble. Auch sehr lecker!