27 Okt
Es ist toll, wenn ein Tag damit beginnt das sich, kaum das man die Tür geschlossen hat ein Metallener BH-Bügel in die Haut gräbt.
Da hat der BH wohl den letzten Wäschegang nicht überstanden.
Den ganzen Tag über drückt dich der Bügel immer wieder durch und bohrt sich in die Haut.
Zum Frühstück gibt es einen abgelaufenen Joghurt, sonst ist nichts da.
Weil ein Projekt fertig werden muss, werden ohne Pause 10 Stunden durchgearbeitet.
Im Bus sitzt ein älterer Herr hinter einem, der an der Haltestelle schon durch geräuschvolles Nase-hochziehen und auf den Boden rotzen aufgefallen ist. Ein Wunder das er im Bus alle Körperflüssigkeiten wohl immerhin bei sich behält.
Zuhause erwartet einen ein Zettel von UPS. Angeblich wurde der zweite zustellungsversuch für ein sehnlich erwartetes Päckchen unternommen. Der zweite? Von einem ersten hat man nichts mitbekommen! Laut UPS Paketverfolgung fand der erste gestern um 18:30 statt. Da war man zuhause. Eindeutig. Und die Nachbarin ebenfalls. Aber es wurde ja niemand angetroffen, einen Zettel gabs auch nicht.
Das Online-System weigert sich eine Änderung der Zustellungsadresse anzunehmen. “Zur Zeit leider nicht möglich. Bitte wenden sie sich an UPS”. Haha. An UPS wenden. Und das wärend man auf UPS.com zugange ist.
Die (natürlich kostenpflichtige) Servicenummer teilt einem erstmal alle Informationen nochmals mit die auch schon auf dem Zettel und der Homepage zu lesen waren und verweist auf die tollen möglichkeiten online.
Man könnte es auch selbst abholen, in den nächsten 5 Werktagen während der Geschäftszeiten in einem kleinen Kaff zu dem ich mindestens 20Minuten fahren würde. Aber selbst das müsste man ja online oder telefonisch mitteilen. Und die Zeit dazu fehlt ohnehin.
Seit Samstag warte ich auf das Päckchen, schaue immer wieder in den Briefkasten und halte ausschau nach Lieferwagen. Wenn es morgen nicht zugestellt werden kann, geht es zurück an den Absender.
Immhin hab ich nun keinen Hunger mehr, da ist kein Platz.
Ich hab Wut im Bauch.