Ich bin müde.
Liegt vermutlich daran, dass das letzte Wochenende nicht ganz soviel Schlaf enthalten hat, wie eigentlich als Ausgleich für die Woche nötig gewesen wäre.
Da Freitag ein Feiertag war (Tag der deutschen Einheit ist etwas tolles), war meine Pen&Paper runde diesmal ausnahmsweise schon Donnerstags. Ich hatte, wie eigentlich immer, sehr viel spass und wir haben bis 2 oder 3 rum gespielt. Irgendwann dann bin ich jedenfalls ins Bett, nur um um 10:30 schonwieder wach zu sein.
Ich weiss nicht, warum ich in letzter Zeit nichtmehr so lange schlafen kann, wie ich gerne würde. Ich war einfach wach. Also habe ich mein Zeug zusammen gepackt fürs Wochenende und wollte den Kuchen für Babs backen. Blöderweise ist mir erst zu diesem Zeitpunkt klar geworden das Feiertag auch bedeutet das die Geschäfte zuhaben. Das ist vorallem dann ungünstig, wenn man vorher nicht beachtet hat, was man für den Kuchen braucht. Also musste ich schauen, was ich noch habe und dann entscheiden was ich backen kann.
Schlussendlich kam eigentlich nur eine Brownie-Backmischung in Frage, auch wenn ich statt 3 Eier der größe M nur 2 in XL hatte. Aber ich dachte mir, dass das schon irgendwie passt. Ich habe sicherheitshalber eine dicke Schokoladenschicht am Ende darüber ausgebreitet und noch reichlich verzierung verwendet. Wenn genug Schokolade drauf ist, ist alles gut!
Wärend die Brownies im Ofen waren, habe ich Tobi vom Bahnhof abgeholt. Ich wusste zwar nicht sicher, welcher Zug es sein würde, aber es gab nur einen, der sehr wahrscheinlich war. Ich habe ihn auch problemlos gefunden.
Gegen 14:30Uhr sind Tobi und ich dann losgefahren zu Babs, theoretisch ist die Strecke in 1:45 zu schaffen. Nunja, blöderweise ist der Autobahnwechsel bei Köln nicht so geglückt, wie map24 sich das vorgestellt hatte. Über die A4 auf die A3 wechseln war angedacht, aber bis wir auf der A3 waren, hatten wir dann 25km umweg und drei andere Autobahnen in kauf genommen. Ausserdem die Telefonische Seelsorge und Routenkorrektur der Verwandschaft. Es ist immer vorteilhaft, jemanden anrufen zu können, der vorm PC sitzt. Ich habe mehrfach den Satz zu hören bekommen “Wie kannst du bloss so ruhig bleiben!?” und auch “Das ist der schlimmste Freitag seit langem!”. Besonders das zweite war nichtgrade nett, aber Tobi gefiel es wohl garnicht, das wir uns verfahren hatten, obwohl er die Wegbeschreibung ausgedruckt und dabei hatte. Ich fand es hauptsächlich amüsant und habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Eine Stadt wie Essen wird man wohl finden können!
Als wir kurz nach 17Uhr ankamen, war Babs erstmal entsetzt. Ich hatte wohl, als sie fragte, wann ich vorhabe bei ihr einzufallen, etwas von “so 18, 19Uhr rum” geschrieben. Sie war ungeduscht und ihre Küche noch Chaos pur.
Babs ist die einzige Person, die ich kenne, deren Küche zeitweise genauso schlimm aussieht wie meine, wenn nicht schlimmer. Aber sie hat es tatsächlich innerhalb einer Stunde geschafft, sie nutzbar zu machen. Bevor sie damit fertig war, durfte Tobi die Küche auch nicht betreten. Ich habe mich nicht daran hindern lassen.
Ansonsten haben wir Freitag sehr leckeren Kartoffelsalat und Leberkäs gegessen und Filme geschaut. Bei Burning Acres bin ich eingeschlafen, was uns dazu veranlasst hat um 3Uhr ins Bett zu gehen. Erstaunlich früh für Babs. Achja, natürlich haben wir um Mitternacht den eigentliche Grund für unseren Besuch gefeiert: Ihren 32. Geburtstag.
Samstag sind wir erst um 15Uhr aufgestanden. Eine erstaunliche Leistung, denn um 8:30 war ich wach. Hellwach. Ich finde es furchtbar, wenn Zimmer in denen ich schlafe keine Rollläden haben. Besonders an einer Hauptstraße. Nach der lektüre von 50 Seiten “Heiße Hüpfer” konnte ich zum Glück weiter schlummern.
Bei Babs bin ich faul. Gut, ich bin das auch sonst, aber bei ihr besonders. Samstag haben wir deshalb auch nur kurz eingekauft, ehe wir uns den Filmen und dem Kässpätzle essen gewidmet haben. Zum Nachtisch gab es dann Schokoladenfondue. Unglaublich lecker und unglaublich füllend. Es gibt kaum etwas besseres, als geschmolzene Schokolade. So gegen 1 kam dann endlich Norja, er wollte eigentlich gegen 12Uhr bei Stuttgart losfahren, kam aber erst um 19Uhr weg. Da es von Stuttgart nach Essen doch ein ganzes Stück ist, kam er leider erst nach dem Ende des Geburtstags an.
Wie schon im März beim Treffen in Stuttgart haben wir Munchkin gespielt. Norja ist meister im Schummeln und seine versteckten Karten haben mich bei der ersten Runde den Sieg gekostet, aber das macht nichts. Bis etwa 5 haben wir gespielt ehe wir zum Fernsehen und quatschen übergegangen sind. Scrubs kann man sich wirklich immer anschauen.
Schlaf hatte ich dann tatsächlich von 9-15Uhr, wobei ich um 11 wiedermal wach war. Es gab Kässpätzle zum Frühstück und wir habens uns vor dem Fernseher malwieder gemütlich gemacht. Norja ist um 16:30 dann Gefahren, mein Auto fuhr um 20:30 in richtung Koblenz los. Leider regnete es in strömen, die Straßen waren nass und rutschig und man sah kaum etwas, so dass ich häufig nur 80 fahren konnte. Um 22Uhr waren wir 50km vor Koblenz, da mein Handy und mein Magen allerdings aufmerksamkeit wollten, wurde eine Rast eingelegt. Wie üblich machte sich meine Mutter sorgen, dass ich noch nicht Zuhause war, als sie angerufen hatte.
Kurz nach 23Uhr war ich dann zuhause und konnte mich darüber freuen, das mich überraschend in meinem Kühlschrank ein Mouse au Chocolate erwartete. Allerdings war ich zu voll um es gleich zu probieren, das ist Heute dran.
1:00-7:30 geschlafen. Malwieder nicht genug: Aber.. der Urlaub rückt näher!
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