28 Mai
Herzlichen Glückwunsch mein allerliebstes Edolein!
Ich wünsche dir einen wundervollen Geburtstag und alles erdenklich Gute.
Du bist ein wunderbarer und lieber Mensch und ich bin froh dich zu kennen. Das tue ich inzwischen übrigens schon 2 Jahre oder sogar mehr. Leider wohnst du in Berlin, so dass es nicht so leicht ist dich mal zu treffen. Und das ich dich nicht Zuhause besuchen darf, macht das auch nicht einfacherer, aber ich komme sicher nochmal vorbei. Und wenn es nur ist, um dich zu knuddeln und an deinen weissen Haaren zu zupfen.
Du bist ein ehrlicher und freundlicher Mensch, der sich gerne im Hintergrund hält. Aus dir was rauszubekommen ist schwer, dafür bist du der perfekte Zuhörer. Wenn ich Probleme habe, hörst du liebend gerne zu und gibst Ratschläge.
Du bist intelligent und engagierst dich sozial. Eigentlich muss man dich einfach mögen!
Es war schön, mit dir gespielt zu haben. Noch schöner ist es, dass wir immernoch oft miteinander reden.
Ich hab dich lieb, mein großer Edo.
5 Apr
Gestern waren Socke, blauerblubb, einige Mitglieder meiner P&P Gruppe und ich auf der RPC in Köln.
RPC ist die Role Play Convention, also eine Messe für Rollenspieler. Ich selbst war ja einige Zeit bei Siebenwind, einem Ultima Online Freeshard der sehr viel Wert auf Rollenspiel legt und spiele inzwischen Pen and Paper nach dem Rolemaster Regelwerk. Mit Larp habe ich mich auch schon auseinandergesetzt und schließe nicht aus, das ich damit auch mal Anfange. Also bin ich auf einer solchen Messe wohl ziemlich gut aufgehoben.
Wir sind Samstag Morgen kurz vor 10 losgefahren und waren dann auch um 11 da, zumindest das Auto, das blauerblubb gefahren hat. Das andere Auto hat erstaunlicherweise eine gute Stunde mehr gebraucht.
Für 15Euro Eintritt haben wir dann die Messe betreten und wurden erstmal erschlagen von Eindrücken. Etliche Kostümierte Besucher (war nicht anders zu erwarten) und riesige Stände direkt hinter dem Eingang. Den meisten Platz nahmen die MMORPGs, allen vorran natürlich World of Warcraft und andere PC-Giganten ein. Mich haben diese allerdings kaum interessiert, wir waren hauptsächlich in der zweiten Halle mit kleineren Ständen. Hier waren Pen and Paper Regelwerke, Stände mit Würfeln und Pegasus, eine Spieleverlag vertreten. Ausserdem hatten Siebenwind einen eigenen Stand und es ging in den Aussenbereich, in dem auch Bands auftraten. Besonders über Versengold und WirrWahr habe ich mich gefreut, das ich die Streuner nichtmehr sehen konnte bedaure ich.
Viel Zeit haben wir besonders am Pegasus-Stand verbracht. Socke hat sich Munchkin Freibeuter gekauft und nachdem wir 2 Runden gespielt hatten hat blauerblubb “Zum roten Drachen” erstanden. Ich hab es mir heute direkt bei Amazon bestellt, denn es macht wirklich spass. Ausserdem gab es dort kostenlose Goodys für die schon vorhandenen Spiele. Ich habe einige Lesezeichen und Spielkarten für Munchkin abgreifen können, ausserdem ein Werwölfe testset.
Allgemein war es ein sehr lustiger Tag und es hat sich eindeutig gelohnt dafür nach Köln zu fahren. Nächstes Jahr will ich wieder hin!
6 Okt
Ich bin müde.
Liegt vermutlich daran, dass das letzte Wochenende nicht ganz soviel Schlaf enthalten hat, wie eigentlich als Ausgleich für die Woche nötig gewesen wäre.
Da Freitag ein Feiertag war (Tag der deutschen Einheit ist etwas tolles), war meine Pen&Paper runde diesmal ausnahmsweise schon Donnerstags. Ich hatte, wie eigentlich immer, sehr viel spass und wir haben bis 2 oder 3 rum gespielt. Irgendwann dann bin ich jedenfalls ins Bett, nur um um 10:30 schonwieder wach zu sein.
Ich weiss nicht, warum ich in letzter Zeit nichtmehr so lange schlafen kann, wie ich gerne würde. Ich war einfach wach. Also habe ich mein Zeug zusammen gepackt fürs Wochenende und wollte den Kuchen für Babs backen. Blöderweise ist mir erst zu diesem Zeitpunkt klar geworden das Feiertag auch bedeutet das die Geschäfte zuhaben. Das ist vorallem dann ungünstig, wenn man vorher nicht beachtet hat, was man für den Kuchen braucht. Also musste ich schauen, was ich noch habe und dann entscheiden was ich backen kann.
Schlussendlich kam eigentlich nur eine Brownie-Backmischung in Frage, auch wenn ich statt 3 Eier der größe M nur 2 in XL hatte. Aber ich dachte mir, dass das schon irgendwie passt. Ich habe sicherheitshalber eine dicke Schokoladenschicht am Ende darüber ausgebreitet und noch reichlich verzierung verwendet. Wenn genug Schokolade drauf ist, ist alles gut!
Wärend die Brownies im Ofen waren, habe ich Tobi vom Bahnhof abgeholt. Ich wusste zwar nicht sicher, welcher Zug es sein würde, aber es gab nur einen, der sehr wahrscheinlich war. Ich habe ihn auch problemlos gefunden.
Gegen 14:30Uhr sind Tobi und ich dann losgefahren zu Babs, theoretisch ist die Strecke in 1:45 zu schaffen. Nunja, blöderweise ist der Autobahnwechsel bei Köln nicht so geglückt, wie map24 sich das vorgestellt hatte. Über die A4 auf die A3 wechseln war angedacht, aber bis wir auf der A3 waren, hatten wir dann 25km umweg und drei andere Autobahnen in kauf genommen. Ausserdem die Telefonische Seelsorge und Routenkorrektur der Verwandschaft. Es ist immer vorteilhaft, jemanden anrufen zu können, der vorm PC sitzt. Ich habe mehrfach den Satz zu hören bekommen “Wie kannst du bloss so ruhig bleiben!?” und auch “Das ist der schlimmste Freitag seit langem!”. Besonders das zweite war nichtgrade nett, aber Tobi gefiel es wohl garnicht, das wir uns verfahren hatten, obwohl er die Wegbeschreibung ausgedruckt und dabei hatte. Ich fand es hauptsächlich amüsant und habe mich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Eine Stadt wie Essen wird man wohl finden können!
Als wir kurz nach 17Uhr ankamen, war Babs erstmal entsetzt. Ich hatte wohl, als sie fragte, wann ich vorhabe bei ihr einzufallen, etwas von “so 18, 19Uhr rum” geschrieben. Sie war ungeduscht und ihre Küche noch Chaos pur.
Babs ist die einzige Person, die ich kenne, deren Küche zeitweise genauso schlimm aussieht wie meine, wenn nicht schlimmer. Aber sie hat es tatsächlich innerhalb einer Stunde geschafft, sie nutzbar zu machen. Bevor sie damit fertig war, durfte Tobi die Küche auch nicht betreten. Ich habe mich nicht daran hindern lassen.
Ansonsten haben wir Freitag sehr leckeren Kartoffelsalat und Leberkäs gegessen und Filme geschaut. Bei Burning Acres bin ich eingeschlafen, was uns dazu veranlasst hat um 3Uhr ins Bett zu gehen. Erstaunlich früh für Babs. Achja, natürlich haben wir um Mitternacht den eigentliche Grund für unseren Besuch gefeiert: Ihren 32. Geburtstag.
Samstag sind wir erst um 15Uhr aufgestanden. Eine erstaunliche Leistung, denn um 8:30 war ich wach. Hellwach. Ich finde es furchtbar, wenn Zimmer in denen ich schlafe keine Rollläden haben. Besonders an einer Hauptstraße. Nach der lektüre von 50 Seiten “Heiße Hüpfer” konnte ich zum Glück weiter schlummern.
Bei Babs bin ich faul. Gut, ich bin das auch sonst, aber bei ihr besonders. Samstag haben wir deshalb auch nur kurz eingekauft, ehe wir uns den Filmen und dem Kässpätzle essen gewidmet haben. Zum Nachtisch gab es dann Schokoladenfondue. Unglaublich lecker und unglaublich füllend. Es gibt kaum etwas besseres, als geschmolzene Schokolade. So gegen 1 kam dann endlich Norja, er wollte eigentlich gegen 12Uhr bei Stuttgart losfahren, kam aber erst um 19Uhr weg. Da es von Stuttgart nach Essen doch ein ganzes Stück ist, kam er leider erst nach dem Ende des Geburtstags an.
Wie schon im März beim Treffen in Stuttgart haben wir Munchkin gespielt. Norja ist meister im Schummeln und seine versteckten Karten haben mich bei der ersten Runde den Sieg gekostet, aber das macht nichts. Bis etwa 5 haben wir gespielt ehe wir zum Fernsehen und quatschen übergegangen sind. Scrubs kann man sich wirklich immer anschauen.
Schlaf hatte ich dann tatsächlich von 9-15Uhr, wobei ich um 11 wiedermal wach war. Es gab Kässpätzle zum Frühstück und wir habens uns vor dem Fernseher malwieder gemütlich gemacht. Norja ist um 16:30 dann Gefahren, mein Auto fuhr um 20:30 in richtung Koblenz los. Leider regnete es in strömen, die Straßen waren nass und rutschig und man sah kaum etwas, so dass ich häufig nur 80 fahren konnte. Um 22Uhr waren wir 50km vor Koblenz, da mein Handy und mein Magen allerdings aufmerksamkeit wollten, wurde eine Rast eingelegt. Wie üblich machte sich meine Mutter sorgen, dass ich noch nicht Zuhause war, als sie angerufen hatte.
Kurz nach 23Uhr war ich dann zuhause und konnte mich darüber freuen, das mich überraschend in meinem Kühlschrank ein Mouse au Chocolate erwartete. Allerdings war ich zu voll um es gleich zu probieren, das ist Heute dran.
1:00-7:30 geschlafen. Malwieder nicht genug: Aber.. der Urlaub rückt näher!
8 Sep
Das reale Leben ist anstrengend. Und kompliziert. Und ausserdem überbevölkert.
Kein wunder, das sich viele ins virtuelle flüchten. Man kann alles viel leichter manipulieren, sich selbst, oder eher das virtuelle Abbild von sich selbst, ganz nach belieben anpassen. Lügen ohne jemandem dabei in die Augen sehen zu müssen und wenn es einem zu viel wird, kann man problemlos pausieren oder ganz aussteigen und sich in den Weiten des Internets einen neuen Zufluchtsort suchen.
Die Realität ist dagegen grausam und gemein. Ich kann keine Pause davon machen, wenn mir etwas zu viel wird. Einfach abhauen und mir was neues suchen, gestaltet sich auch als eher schwer und ich habe mit bestimmten Leuten zwangsläufig über längere Zeit hinweg zu tun. Ob ich will, oder nicht. Mich selbst zu verändern ist sehr viel schwerer, als nur das Bild, das andere von mir erhalten, anzupassen. Auf Dauer ist verstellen einfach nicht drin.
Ich kann nicht komplett frei entscheiden, welche Informationen über mich mein Gegenüber erhält. Mein Aussehen, mein Verhalten, mein Aufenthaltsort und wie ich mit anderen umgehe verraten schon ungemein viel über mich.
Wenn ich jemanden verletze, ist es manchmal schwer ihm zukünftig aus dem Weg zu gehen. Teilweise muss ich ihn dabei sogar ansehen und bin später seinen Blicken ausgesetzt.
Ich vermisse mein virtuelles Leben. Realität ist anstrengend. Ich möchte eine Pause. Oder einen temporären Serverwechsel.
5 Aug
Danke, dass du du bist.
Jeden Tag, wenn ein Computer in meiner nähe ist, hoffe ich insgeheim das du online bist.
Immer wenn ich deinen Namen lese, freue ich mich, dich zu sehen.
Wenn du nicht online bist, vermisse ich dich. Ich schaue immer wieder nach, ob es sich geändert hat und bin jedesmal aufs neue ein klein wenig enttäuscht, wenn es nicht der Fall ist.
Gestritten haben wir uns noch nie, dafür unterhalten wir uns fast täglich. Egal was ich erzähle, du hörst mir zu. Egal wie irrelevant es ist, was ich von mir gebe, du willst es wissen.
Wenn ich schlecht drauf bin, heiterst du mich auf. Eigentlich heiterst du mich immer auf.
Du verurteilst nichts, was ich tue oder sage. Du machst mir komplimente, auch wenn ich mich nicht verstelle. Bei dir habe ich das Gefühl, genau so gemocht zu werden, wie ich bin.
Wenn mich etwas beschäftigt, kann ich mit dir darüber reden und deine Meinung erfragen.
Du bist einfach immer nur Lieb zu mir und ich bin dankbar das ich so oft mit dir reden kann.
Danke, Maximilian. Ich habe dich lieb.