Oktober 16th, 2008
Blut, Blut, Räuber saufen… ähm, nein.
Die Uniklinik Mainz will Blut. Mein Blut! Und ich habe es ihnen gegeben. Ca 500ml insgesamt habe ich mir gestern abzapfen lassen.
Ich war malwieder Blut spenden. Die letzte Spende ist schon eine ganze Weile her, 2 Jahre oder etwas um den Dreh. Letztes Jahr hätte ich dank meinem Keniaurlaub auch garnicht spenden dürfen, Malaria gefahr und derartiges.
Jetzt darf ich jedenfalls wieder. Und ich habe mich zusammen gerissen und war gestern spenden. Da mein Blut für gewöhnlich eher langsam fließt, habe ich mir davor schonmal 2Liter Tee zugeführt.
Ich hatte Glück und musste dort sogut wie garnicht warten und erstaunlicherweise lief mein Blut auch gut. Vermutlich hat die Ablenkung dafür gesorgt, das ich es so gut ertragen habe.
Als ich mitteilte, dass ich an einer Spritzenphobie leide, wurde ich allerdings malwieder komisch angesehen.
Nunja, mein Blut kommt einem Patienten oder der Wissenschaft zu Gute und ich habe 27,50 € dafür erhalten. Also nur Vorteile.
Ich bin und bleibe Blutspender. Spende auch du!
September 21st, 2008
Ausschlafen
Eigentlich hatte ich gehofft, dieses Wochenende malwieder dazu zu kommen.
Ich bin müde. Seit gefühlten 5 Jahren habe ich nichtmehr ausgeschlafen. Wenn ich mein Gefühl aussen vor lasse, habe ich seit etwa 3 Wochen nichtmehr solange geschlafen, wie ich es eigentlich gern getan hätte. Meistens lag es daran das ich Besuch hatte und es unhöflich finde bis 15Uhr im Bett zu bleiben, wärend dieser sich langweilt.
Dieses Wochenende stand ein Besuch bei meinen Eltern an. Nichts, was das ausschlafen prinzipiell verhindert. Durch Jahrelange Morgenmuffligkeit und anschnauzen meiner Mutter, sollte sie es auch nur wagen die Tür einen Spalt breit zu öffnen, habe ich meine Eltern recht gut dazu erzogen, mich ausschlafen zu lassen.
Freitag kam ich erst nach 3 ins Bett, leider musste ich, um einen Termin zum Haareschneiden wahrnehmen zu können, um 9:30 schonwieder selbiges verlassen. Also: Samstag Morgen, nix mit ausschlafen. Aber immerhin meine Haare danken es mir.
Nachdem ich meine kaputten Haarspitzen abgeschnitten bekommen hatte, habe ich entschieden ein heisses Bad mit Terry Pratchett zu nehmen. Badewannen sind etwas tolles, schade das ich in meiner Wohnung keine habe. Danach fühlte ich mich jedenfalls richtig schön entspannt und aufgewärmt und bin ins Bett gegangen. Wer sagt denn, das man ausschlafen nur morgens kann?
Geschlafen habe ich von 14:30 bis etwa 18:30, da reihten sich einige unglückliche Ereignisse aneinander, die mich meinen Schlaf kosteten. Erstens bekam ich sms. Leider ist mein Handy so eingestellt, das es mich immer wieder lautstark daran erinnert, das ungelesene sms vorliegen, bis sie nichtmehr ungelesen sind. Vermutlich hätte ich dies ignorieren und seelig weiterschlafen können, wäre es nur eine sms gewesen, aber es waren mehrere.
Zusätzlich, als mein Handy mich gerade zum vierten mal auf die sms hinwies, meinte mein Vater mich fragen zu müssen, wie meine Pläne für den Abend aussähen und ob ich mit ihnen essen gehen wollte. Zum Beantworten der Frage war leider notwendig das ich den Halbschlaf endgültig verlasse und so endete mein Nickerchen.
Sonntag Morgen, die letzte Chance für dieses Wochenende! Und diesmal war ich es wohl selbst, der das Ausschlafen verhinderte. Um kurz nach 8 erwachte ich mit voller Blase und rumorendem Magen und vor 9:45 gelang es mir nicht, wieder einzuschlafen (eigentlich eine Disziplin die ich meisterhaft beherrsche). um 10:03 klingelte es an der Haustür und eine Freundin meiner Mutter mit lauter, heller und durchdringender Stimme riss mich erneut aus meinen Träumen.
Damit habe ich den Traum vom Ausschlafen für dieses Wochenende aufgegeben. Vielleicht klappt es ja nächstes mal.
Sonntag auf Montag waren immerhin knappe 8 Stunden in der Theorie möglich… Soll ja Leute geben, die das schon als Ausschlafen ansehen.
September 13th, 2008
“Satzzeichen”!?!
Ein Hoch den Satzzeichen! Ausrufezeichen, Fragezeichen, Klammern, Kommas, Punkte, Anführungszeichen, ich mag euch! Besonders die Klammern (unwichtige Nebensätze kann man so herrlich einklammern(und verschachtelte Klammern sind sogar noch eine Stufe besser (mit denen kann man den nicht so bedeutenden, aber dennoch dazugehörenden Teil eines (unwichtigen) Nebensatzes markieren))). Ich klammere gern! Und ausrufezeichen setze ich auch gerne. Man kann Sätze damit so herrlich hervorheben!
Nur dem Punkt widme ich wohl nicht die Aufmerksamkeit, die er verdienen würde. Ein einfacher “.” ist einfach zu unauffällig und hat in den meisten Fällen sogut wie keine Aussage. “…” jedoch, nutze ich sehr gerne.
Auch das Fragezeichen gewinnt an bedeutung, wenn es im Rudel oder ganz ohne Satz auftritt. Fast jeder versteht die Ratlosigkeit eines einzelnen “?”, oder, wenn man so garnichts versteht auch “???”. Besonders schön sind ebenfalls die Kombinationsmöglichkeiten mit dem Ausrufezeichen (in Österreich oft auch nur Rufzeichen genannt), auch deren Bedeutung wird weitestgehend intuitiv verstanden. Oder etwa nicht!?!
Das Komma hat es bei mir schwer, oftmals vergesse ich es oder setze es falsch. Das liegt nicht daran, dass ich es nicht mag. Das Komma ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe und kann oftmals die Bedeutung eines Satzes komplett verändern, dennoch sind mir die Regelungen nicht wirklich eingängig, wann man nun Kommata setzt und wann nicht.
Anführungszeichen sind immer toll. Besonders wenn man sie “Gänsefüßchen” nennt. Ich mag sie ‘einfach’. (ha, hier eignen sie sich sogar für ein Wortspiel!)
Semikola und Doppelpunkte hingegen finde ich in den meisten Fällen überflüssig. Arme Dinger. (Auch dem Bindestrich kann ich nur wenig abgewinnen. Ich nutze seine Möglichkeiten vermutlich einfach nicht aus)
September 8th, 2008
Reallife vs. Virtualität
Das reale Leben ist anstrengend. Und kompliziert. Und ausserdem überbevölkert.
Kein wunder, das sich viele ins virtuelle flüchten. Man kann alles viel leichter manipulieren, sich selbst, oder eher das virtuelle Abbild von sich selbst, ganz nach belieben anpassen. Lügen ohne jemandem dabei in die Augen sehen zu müssen und wenn es einem zu viel wird, kann man problemlos pausieren oder ganz aussteigen und sich in den Weiten des Internets einen neuen Zufluchtsort suchen.
Die Realität ist dagegen grausam und gemein. Ich kann keine Pause davon machen, wenn mir etwas zu viel wird. Einfach abhauen und mir was neues suchen, gestaltet sich auch als eher schwer und ich habe mit bestimmten Leuten zwangsläufig über längere Zeit hinweg zu tun. Ob ich will, oder nicht. Mich selbst zu verändern ist sehr viel schwerer, als nur das Bild, das andere von mir erhalten, anzupassen. Auf Dauer ist verstellen einfach nicht drin.
Ich kann nicht komplett frei entscheiden, welche Informationen über mich mein Gegenüber erhält. Mein Aussehen, mein Verhalten, mein Aufenthaltsort und wie ich mit anderen umgehe verraten schon ungemein viel über mich.
Wenn ich jemanden verletze, ist es manchmal schwer ihm zukünftig aus dem Weg zu gehen. Teilweise muss ich ihn dabei sogar ansehen und bin später seinen Blicken ausgesetzt.
Ich vermisse mein virtuelles Leben. Realität ist anstrengend. Ich möchte eine Pause. Oder einen temporären Serverwechsel.
August 28th, 2008
Lug und Trug
Gedankliches durcheinander.
Ich mag Lügen nicht. Die Wahrheit ist grausam, aber immerhin ist sie wahr und die meiste Zeit kann man sich auf sie verlassen.
Viele Beziehungen scheinen allerdings auf Lügen zu basieren oder zumindest nur dank Lügen noch zu existieren. Es wird betrogen, verheimlicht, angelogen und hingenommen.
Sollte die Wahrheit nicht einen viel größeren Stellenwert haben? Sollte man, wenn einem der andere wichtig ist, ihm nicht auch die Wahrheit sagen? Oder schützen Lügen wirklich und helfen somit das Leben zu erleichtern?
Ich mag Lügen nicht, ich mag es nicht wenn gelogen wird und noch weniger mag ich Betrügereien. Geheimnisse kann ich noch recht gut hinnehmen.
Wenn ich angelogen werde und das herausfinde, bin ich sauer. Lügen zu verzeihen fällt mir schwer.
Wenn wegen mir gelogen wird, beschäftigt mich das. Teilweise überlege ich, ob es nicht bessere wäre die Lüge aufzudecken.
Wenn man sich in Lügen verstrickt, folgen immer größere Probleme. Sie können viel mehr zerstören, als es die Wahrheit getan hätte und oftmals Dinge schützen und bewahren die die Wahrheit zerstört hätte.
Aber manchmal sind Lügen wohl die angenehmere Alternative zur Wahrheit. Nur ob das auch für den Belogenen oder nur für den Lügenden und andere Betroffene gilt, weiß ich noch nicht.
Wären Lügen der richtige Weg, wenn die Wahrheit nie ans Licht kommt? Sind sie es überhaupt irgendwann?
Will ich das wegen mir gelogen wird? Will ich angelogen werden?
Zumindest beim letzten weiß ich, dass die Antwort “Nein” lautet. Ansonsten..ist alles chaotisch.
August 21st, 2008
Es sollte mir gut gehen…
Positiv überwiegt, also nix “keine Ahnung”, sondern dir sollte es gut gehen
Ja, positiv überwiegt. Oder zumindest sollte das positive nach Gestern überwiegen, aber irgendwie ist meine Laune da anderer Meinung.
Ich hatte einen wundervollen Abend. Ein spontan Besuch aus Frankfurt der mit mir in die Sneak Preview gegangen ist.
Ich habe um 19:45 eine sms bekommen, ob wir nun gehen würden. Das er zu dem Zeitpunkt schon in Koblenz war, fand ich schnell heraus. Ich hatte nur Zeit mir Schuhe anzuziehen und mir meinen Geldbeutel zu schnappen und war dann auch schon unterwegs, um ihn abzuholen. Wir waren quasi auf die Minute genau am Kino und haben deshalb auch hervorragende Plätze bekommen (2. Reihe von Vorn ganz aussen). Der Film war.. nunja. Ich weiss nichtmals mehr, wie er nun hieß. Es war jedenfalls eine italienische Komödie oder etwas derartiges. Ganz sicher bin ich mir da noch nicht. Wir haben uns jedenfalls amüsiert und es nicht bereuht 4Euro dafür ausgegeben zu haben.
Danach waren wir noch bei mir und haben gealbert und ich habe demonstriert wie niedlich ich Brause essen kann. Seit gestern abend weiss ich, wie sich ein Krampf in den Wangen anfühlt, ein Glück habe ich heute keinen Muskelkater davon. Um 0:30 habe ich ihn dann zum Bahnhof gebracht, damit er den ICE noch bekommt und nicht die Nacht am Bahnhof verbringen muss, wie er es eigentlich geplant hatte.
Mein Outfit hätte, wie er es formulierte, wunderbar in eine Dokumentation über die Unterschicht gepasst, eigentlich war ich schon schlaffertig als ich entschied ihn zum Bahnhof zu fahren. Frisch geduscht, in Sporthose und mit XXL-T-Shirt und meinen Hausschuhen, die Haare ungekämmt bin ich durch den Bahnhof geschlappt um ihm dann die Fahrkarte mit meiner EC-Karte zu bezahlen. Leider nehmen Fahrkartenautomaten heute schon kein Bargeld mehr an.
Ich habe mich sehr gefreut, viel gelacht, hatte unheimlich spass und habe nette Komplimente bekommen.
Der Preis der Fahrkarte ist eine Nebensächlichkeit, wenn ich den Abend mit dir verbringen kann.
Du siehst aus, wie aus einer Sat1-Doku über die soziale Unterschicht. Aber natürlich kann auch das dich nicht entstellen.
Du bist verrückt. Ich mag das gerne, deshalb besuche ich dich ja.
Und, was eigentlich kein kompliment ist, aber mir dennoch Freude bereitet:
Ich sollte mir wohl eine Bahncard anschaffen, wenn ich dich öfter besuche.
Nunja, es sollte mir heute also gut gehen. Ich bin nicht übermüdet, obwohl ich recht spät ins Bett kam und hatte einen tollen Abend. Leider können andere Dinge soetwas sehr schnell verblassen lassen und die Laune drücken.
Es sollte mir gut gehen. In mir selbst ist heute aber Chaos. Es geht mir nicht gut.
Aber ich bin süß, wenn ich Waldmeisterbrausepulver von meiner Handfläche lecke. Oder das Gesicht verziehe, weil ich mir eine komplette Tüte auf die Zunge gekippt habe. Und für Samstag ist ein Maoam-Wettessen geplant.
Lächeln geht noch, also ist alles nicht so schlimm.