7 Jan
Jippie, ich habe einen iPod. Er trägt seit grade eben den Namen “FuPod” und hat dafür gesorgt das meine eiskalten, unbesrumpften Füße mir seit einer halben Stunde egal sind, weil ich dabei bin mich aufzuregen.
Ich habe ihn eigentlich schon seit einem Monat, seit genau einem Monat. Bisher habe ich mich nur davor gedrückt, ihn an meinen PC anzuschließen. iTunes und so. Heute habe ich entschieden, dass ich ab Morgen “Bis(s) zu Morgengrauen”, mein neues Hörbuch, auf diesem theoretisch dazu geeigneten Abspielgerät hören möchte.
Ich habe mir die nichtgrade ausführliche, beiliegende Anleitung durchgelesen und weiss nun immerhin, wie er zu steuern wäre, wenn ich etwas hören wollte was auf ihm gespeichert ist.
Es war ein gebrauchter iPod, meine Eltern haben ihn mir gegeben, weil sie ihn eh nicht nutzen. Und weil mein Vater iTunes nicht mag. Kann ich inzwischen verstehen.
Als ich ihn angeschlossen habe, ist als allererstes Winamp abgestürzt. Welch netter Einstieg. Von da ab habe ich die ersten 35min damit zugebracht, dieses wunderbare Programm iTunes herunter zu laden. Nichtgrade eine kurze Zeit.
Aber gut, ich habe es brav heruntergeladen und installiert, mich gefreut das Quicktime auf jedenfall mit installiert wird, ob ich will oder nicht und es gestartet. Was ich hätte wissen können, aber nicht wusste: Der iPod ist nur dazu in der Lage von einer einzigem Mediathek, also einer einzigen installation von iTunes aus verwaltet zu werden. Vom Laptop und Pc abwechselnd zugreifen geht also schonmal nicht. Alle Daten die von meinem Vater noch drauf waren, mussten ebenfalls gelöscht werden. Nunja, dämliches Prinzip.
Ein Datenleerer iPod liegt nun also auf meinem Gehäuse (sehr lang ist das mitgelieferte Anschlusskabel ja nichtgrade) und seit 30minuten versuche ich das Hörbuch zu übetrragen. Nach nur 10Minuten ist es mir immerhin gelungen es der Mediathek hinzuzufügen. Erstmal alles doppelt und im falschen Ordner. Unter “Musik” statt unter “Hörbücher” hab ich es gefunden. Das doppelte kommt wohl von meinen Playlists die er auchnochmal durchgeht und alle Dateien reinkopiert. Sehr praktisch, wirklich. Also alles nochmal gelöscht und ohne Playlist auf “Hörbücher” gezogen.
Das ganze wurde importiert, aber die Kategorie Hörbücher ist weiterhin leer. Dafür finden sich die Dateien wieder unter “Musik”. Na wunderbar.
Erstmal das Ding umbenennen. Mit rechtsklick kriegt man die Option schonmal nicht. Im Menü findet sich dafür auch kein Punkt. Nunja, dank einem Tipp weiss ich nun, dass man es durch anklicken des aktuellen Namens in der Übersicht hinbekommen kann. Ich liebe meinen Rechtsklick. Apple liebt ihn nicht.
Der Versuch die Mediathek nun mit dem neu getauften FuPod zu synchroniesieren schlägt erstmal Fehl. 8 Mal eine Fehlermeldung er sei schreibgeschützt. Na wunderbar. Beim 9. Mal geht es dann auf einmal doch.
Mein Hörbuch ist jetzt auf dem FuPod. Unter Musik. Und ich habe versucht jeder CD einen extra unterordner zu geben, denn leider ist iTunes nicht in der Lage gewesen, mir meine Tracks nach Dateinamen zu sortieren sondern wählt den Tracktitel. Dieser lautet leider jedesmal nur “Track 1″, “Track 2″ usw usf. So kam leider für jede der 6 CDs ein “Track 1″ dazu, da ich Hörbücher ungerne in Stücken höre, mussten unterordner her um es zu sortieren. Auf umbenennen von 101 Dateititeln hatte ich irgendwie keine Lust. Aber iTunes ist ja so schlau und erkennt Interpret und Album. Also wird beim importieren automatisch doch wieder alles in einen Ordner geklatscht und die Mühe war umsonst. Ich denke ich werde morgen wiedermal mit meinem TrekStor Mp3player unterwegs sein.
An mir hat Apple heute eindeutig keinen Fan gewonnen. Ich denke am Wochenende werde ich Rockbox 3.0 mal testen. Vielleicht hab ich mit der Open-Source-Firmware mehr spass. Eigentlich kann es nur besser werden.
27 Okt
“Better than Chocolate” ist einer meiner Lieblingsfilme. Es geht um Maggie und Kim, zwei Frauen die sich ineinander verlieben und ein paar größere und kleinere Schwierigkeinten die sie und die Menschen um sie herum zu meistern haben. Unter anderem Maggies Coming-Out vor ihrer Mutter und die kaputte Beziehung der Transsexuellen Judy zu ihren Eltern.
Natürlich hat der Film ein Happyend. Zwischendrin sind immer wieder Auftritte einiger Protagonisten in einem Szeneclub namens “Cats Ass”. Allgemein spielt die Musik eine recht große Rolle in dem Film. Er ist auch nach einem Lied vom Soundtrack benannt, das mir heute den ganzen Tag im Kopf herum geht. Liegt vermutlich daran das ich mir den Film Samstag erst wieder angesehen habe.
Deshalb hier mal der Text:
Your love is better than ice cream
Better than anything else that I’ve tried
And your love is better than ice cream
Everyone here know how to fight
And it’s a long way down
It’s a long way down
It’s a long way down to the place
Where we started from
Your love is better than chocolate
Better than anything else that I’ve tried
Oh love is better than chocolate
Everyone here knows how to cry
It’s a long way down
It’s a long way down
It’s a long way down to the place
Where we started from…
Und weil es gesungen doch wesentlich besser klingt, auchnochmal Youtube dazu:
21 Okt
16 Okt
Die Uniklinik Mainz will Blut. Mein Blut! Und ich habe es ihnen gegeben. Ca 500ml insgesamt habe ich mir gestern abzapfen lassen.
Ich war malwieder Blut spenden. Die letzte Spende ist schon eine ganze Weile her, 2 Jahre oder etwas um den Dreh. Letztes Jahr hätte ich dank meinem Keniaurlaub auch garnicht spenden dürfen, Malaria gefahr und derartiges.
Jetzt darf ich jedenfalls wieder. Und ich habe mich zusammen gerissen und war gestern spenden. Da mein Blut für gewöhnlich eher langsam fließt, habe ich mir davor schonmal 2Liter Tee zugeführt.
Ich hatte Glück und musste dort sogut wie garnicht warten und erstaunlicherweise lief mein Blut auch gut. Vermutlich hat die Ablenkung dafür gesorgt, das ich es so gut ertragen habe.
Als ich mitteilte, dass ich an einer Spritzenphobie leide, wurde ich allerdings malwieder komisch angesehen.
Nunja, mein Blut kommt einem Patienten oder der Wissenschaft zu Gute und ich habe 27,50 € dafür erhalten. Also nur Vorteile.
Ich bin und bleibe Blutspender. Spende auch du!
21 Sep
Eigentlich hatte ich gehofft, dieses Wochenende malwieder dazu zu kommen.
Ich bin müde. Seit gefühlten 5 Jahren habe ich nichtmehr ausgeschlafen. Wenn ich mein Gefühl aussen vor lasse, habe ich seit etwa 3 Wochen nichtmehr solange geschlafen, wie ich es eigentlich gern getan hätte. Meistens lag es daran das ich Besuch hatte und es unhöflich finde bis 15Uhr im Bett zu bleiben, wärend dieser sich langweilt.
Dieses Wochenende stand ein Besuch bei meinen Eltern an. Nichts, was das ausschlafen prinzipiell verhindert. Durch Jahrelange Morgenmuffligkeit und anschnauzen meiner Mutter, sollte sie es auch nur wagen die Tür einen Spalt breit zu öffnen, habe ich meine Eltern recht gut dazu erzogen, mich ausschlafen zu lassen.
Freitag kam ich erst nach 3 ins Bett, leider musste ich, um einen Termin zum Haareschneiden wahrnehmen zu können, um 9:30 schonwieder selbiges verlassen. Also: Samstag Morgen, nix mit ausschlafen. Aber immerhin meine Haare danken es mir.
Nachdem ich meine kaputten Haarspitzen abgeschnitten bekommen hatte, habe ich entschieden ein heisses Bad mit Terry Pratchett zu nehmen. Badewannen sind etwas tolles, schade das ich in meiner Wohnung keine habe. Danach fühlte ich mich jedenfalls richtig schön entspannt und aufgewärmt und bin ins Bett gegangen. Wer sagt denn, das man ausschlafen nur morgens kann?
Geschlafen habe ich von 14:30 bis etwa 18:30, da reihten sich einige unglückliche Ereignisse aneinander, die mich meinen Schlaf kosteten. Erstens bekam ich sms. Leider ist mein Handy so eingestellt, das es mich immer wieder lautstark daran erinnert, das ungelesene sms vorliegen, bis sie nichtmehr ungelesen sind. Vermutlich hätte ich dies ignorieren und seelig weiterschlafen können, wäre es nur eine sms gewesen, aber es waren mehrere.
Zusätzlich, als mein Handy mich gerade zum vierten mal auf die sms hinwies, meinte mein Vater mich fragen zu müssen, wie meine Pläne für den Abend aussähen und ob ich mit ihnen essen gehen wollte. Zum Beantworten der Frage war leider notwendig das ich den Halbschlaf endgültig verlasse und so endete mein Nickerchen.
Sonntag Morgen, die letzte Chance für dieses Wochenende! Und diesmal war ich es wohl selbst, der das Ausschlafen verhinderte. Um kurz nach 8 erwachte ich mit voller Blase und rumorendem Magen und vor 9:45 gelang es mir nicht, wieder einzuschlafen (eigentlich eine Disziplin die ich meisterhaft beherrsche). um 10:03 klingelte es an der Haustür und eine Freundin meiner Mutter mit lauter, heller und durchdringender Stimme riss mich erneut aus meinen Träumen.
Damit habe ich den Traum vom Ausschlafen für dieses Wochenende aufgegeben. Vielleicht klappt es ja nächstes mal.
Sonntag auf Montag waren immerhin knappe 8 Stunden in der Theorie möglich… Soll ja Leute geben, die das schon als Ausschlafen ansehen.
13 Sep
Ein Hoch den Satzzeichen! Ausrufezeichen, Fragezeichen, Klammern, Kommas, Punkte, Anführungszeichen, ich mag euch! Besonders die Klammern (unwichtige Nebensätze kann man so herrlich einklammern(und verschachtelte Klammern sind sogar noch eine Stufe besser (mit denen kann man den nicht so bedeutenden, aber dennoch dazugehörenden Teil eines (unwichtigen) Nebensatzes markieren))). Ich klammere gern! Und ausrufezeichen setze ich auch gerne. Man kann Sätze damit so herrlich hervorheben!
Nur dem Punkt widme ich wohl nicht die Aufmerksamkeit, die er verdienen würde. Ein einfacher “.” ist einfach zu unauffällig und hat in den meisten Fällen sogut wie keine Aussage. “…” jedoch, nutze ich sehr gerne.
Auch das Fragezeichen gewinnt an bedeutung, wenn es im Rudel oder ganz ohne Satz auftritt. Fast jeder versteht die Ratlosigkeit eines einzelnen “?”, oder, wenn man so garnichts versteht auch “???”. Besonders schön sind ebenfalls die Kombinationsmöglichkeiten mit dem Ausrufezeichen (in Österreich oft auch nur Rufzeichen genannt), auch deren Bedeutung wird weitestgehend intuitiv verstanden. Oder etwa nicht!?!
Das Komma hat es bei mir schwer, oftmals vergesse ich es oder setze es falsch. Das liegt nicht daran, dass ich es nicht mag. Das Komma ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe und kann oftmals die Bedeutung eines Satzes komplett verändern, dennoch sind mir die Regelungen nicht wirklich eingängig, wann man nun Kommata setzt und wann nicht.
Anführungszeichen sind immer toll. Besonders wenn man sie “Gänsefüßchen” nennt. Ich mag sie ‘einfach’. (ha, hier eignen sie sich sogar für ein Wortspiel!)
Semikola und Doppelpunkte hingegen finde ich in den meisten Fällen überflüssig. Arme Dinger. (Auch dem Bindestrich kann ich nur wenig abgewinnen. Ich nutze seine Möglichkeiten vermutlich einfach nicht aus)
8 Sep
Das reale Leben ist anstrengend. Und kompliziert. Und ausserdem überbevölkert.
Kein wunder, das sich viele ins virtuelle flüchten. Man kann alles viel leichter manipulieren, sich selbst, oder eher das virtuelle Abbild von sich selbst, ganz nach belieben anpassen. Lügen ohne jemandem dabei in die Augen sehen zu müssen und wenn es einem zu viel wird, kann man problemlos pausieren oder ganz aussteigen und sich in den Weiten des Internets einen neuen Zufluchtsort suchen.
Die Realität ist dagegen grausam und gemein. Ich kann keine Pause davon machen, wenn mir etwas zu viel wird. Einfach abhauen und mir was neues suchen, gestaltet sich auch als eher schwer und ich habe mit bestimmten Leuten zwangsläufig über längere Zeit hinweg zu tun. Ob ich will, oder nicht. Mich selbst zu verändern ist sehr viel schwerer, als nur das Bild, das andere von mir erhalten, anzupassen. Auf Dauer ist verstellen einfach nicht drin.
Ich kann nicht komplett frei entscheiden, welche Informationen über mich mein Gegenüber erhält. Mein Aussehen, mein Verhalten, mein Aufenthaltsort und wie ich mit anderen umgehe verraten schon ungemein viel über mich.
Wenn ich jemanden verletze, ist es manchmal schwer ihm zukünftig aus dem Weg zu gehen. Teilweise muss ich ihn dabei sogar ansehen und bin später seinen Blicken ausgesetzt.
Ich vermisse mein virtuelles Leben. Realität ist anstrengend. Ich möchte eine Pause. Oder einen temporären Serverwechsel.