Die inneren Werte


Ja, nagut. Auch bei einem Laptop zählt das Innere mehr als der schöne Äussere Schein.
Egal wie schön der Laptop ist, er ist nichts wert, wenn man die Hardware nichts taugt.
Etwas was mir bei der Auswahl eines Laptops sehr wichtig ist, ist die Akkulaufzeit. Deshalb habe ich zu dieser mal ein wenig getestet.
Es hat eigentlich keinen Unterschied gemacht, ob der PC im Leerlauf war, ich in Word geschrieben oder programmiert habe oder ob ich im Netz am surfen war. Der Akku hielt in solchen Fällen eigentlich immer etwa 3,5 Stunden. Habe ich Sims 3 gespielt, war es schon weniger. Zwischen 2,5 und 3 Stunden hat der Laptop diese Belastung der Grafikkarte ausgehalten.
Am geringsten war die Laufzeit beim Abspielen von DVDs, es hätte gerade für einen Film gereicht mit den guten 1,5 Stunden die der Akku durchgehalten hat.
Das finde ich ok, aber nicht wirklich überragend.
Ich kann mir gut vorstellen, das das große Display einiges vom Akku abverlangt und das die Tests anders verlaufen wären, wenn ich das Display dunkler gestellt hätte.
Der Sound der hervordringt ist übrigens in Ordnung. Er ist laut genug zum Filme anschauen. Lautstärke und Helligkeit lassen sich über die Fn-Taste wunderbar erhöhen und verringern. Eine Taste zum abschalten des Displays habe ich hingegen ziehmlich vermisst, aber man kann den Laptop ja zuklappen wobei das Display automatisch abgeschaltet wird.
Die 4GB Ram sind wunderbar und weniger sollten es für Windows 7 in der 64bit Variante schon sein. Alles lief flüssig und nichts bliebt hängen wärend der letzten Wochen.
Vorallem beim spielen von Sims3 fiel auf, dass es auch mit hohen Grafikeinstellungen noch gut zu spielen war.
Der Intel Core 2 Duo Prozessor mit 2*2,20 GHz tut da sein übriges dazu. Ich habe den Prozessor selten ausgelastet erlebt und auch die NVIDIA GeForce GT 240M hat mich nie im Stich gelassen.

Der Laptop ist also wunderbar für alle aktuellen Anwendungen geeignet und wird wohl noch eine Weile keine Aufrüstung benötigen.



Die Äusseren Werte


Angeblich sollen ja nur die inneren Werte zählen.
Ich finde allerdings das man sowas bei einem so ansehnlichen Laptop nicht behaupten kann! Hier punktet grade das Äussere auch erheblich.

Auf das Design des Amilo wurde sehr viel Wert gelegt und ich finde es hat sich gelohnt.
Ich würde bei einem Laptopkauf immer auch das Äussere des Geräts miteinbeziehen, nicht umsonst ist mein Rechnergehäuse Rosafarben ;) Frauen ist sowas wohl ohnehin wichtiger.
Aber zurück zu meinem Testobjekt.
Der Amilo ist ein recht großes Gerät, darauf bin ich ja schon eingegangen. Ausserdem hat er einen wunderschönen, schwarzen, lacküberzogenen Deckel auf dem auchnoch ein hübscher Schnörkel zu sehen ist, welcher nicht einfach aufgedruckt wurde sondern wirklich mit unter der Lackierung steckt. (Man spührt ihn nicht)
Aussehen tut er im geschlossenen Zustand also schon wirklich gut.

Leider hat Lack auch einen Nachteil: Man sieht nämlich wunderbar jeden Fingerabdruck und jedes Staubkorn auf dem Laptop. Das finde ich garnicht schön und deshalb empfinde ich die Gestaltung der Aussenoberfläche als neutral. Hübsch aber unpraktisch eben.
Öffnet man den Laptop bekommt man die wunderbare Tastatur zu sehen. Dank seiner enormen größe sind die Tasten nicht gequetscht und schwer zu verwenden, sie haben eine normale größe und sind nur etwas Flacher. Mit etwas Übung gewöhnt man sich sehr gut an sie und kann wunderbar mir ihnen Tippen.
Das Touchpad ist wohl nett, ich leider, kann nicht damit umgehen. Ich komme dauernd mit dem Handgelenk drauf und setze den Cursor an ungewollte Stellen und ähnliches, mich stört es also nur. Zum Glück kann man es mit einer einfachen Tastenkombination deaktivieren und ich nutze immer meine kleine Laptop-Maus. Mit der gabs übrigens auch überhaupt keine Probleme.

Auch hier wurde wieder mit Schnörkel gearbeitet die nicht nur aufgedruckt sind. Ich finde die silbernen Ranken in der rechten Ecke die sich bis zum linken Rand ziehen einfach wunderschön und wirklich aufwertend. Auf dem Silber-Grau sieht man auch nichtmehr jedes Staubkorn.
Der etwas eingelassene und beleuchtete Powerbutton ist für mich zwar hübsch, aber als absolutes Highlight des Laptops empfinde ich ihn nicht.
Mein einzig wirklicher Kritikpunkt am Äusserem des Laptops sind die LEDs an der Vorderseite. Drei sehr helle, blaue LEDs sind an der Vorderseite für Power, Stromversorgung und Funkverbindung angebracht.
Mich stört an ihnen nur ihre Helligkeit. Da ich den Laptop im Schlafzimmer stehen habe, fällt deutlich auf das diese drei LEDs dazu in der Lage sind, mein ganzes Schlafzimmer zu erleuchten. Sie machen ein Nachtlicht vollkommen überflüssig!
Selbst wenn der Laptop aus ist und nur die eine LED für Stromversorgung noch brennt, erhellt es den ganzen Raum und stört mich beim schlafen. Deshalb hab ich häufig ein Handtuch oder etwas anderes darübergelegt oder die Stromverbindung gekappt.

Den Schiebeverschluss des Deckels finde ich wieder schön und angenehm zu bedienen, der Laptop lies sich jederzeit leicht öffnen und schließen.

Mit den an den Seiten zu findenden Anschlüssel bin ich ebenfalls zufrieden. Drei USB-Anschlüsse sind zwar nicht viel, aber reichen normalerweise aus und auch beim Rest hatte ich nichts zu meckern.
Positiv fiel einem Freund von mir auf, das auch der Stromanschluss seitlich und nicht hinten angebracht ist, weswegen man den Laptop mit der Rückseite ungehindert an Wände, Lehnen oder sonstige Hindernisse schieben kann ohne zu riskieren das man Kabel verknickt oder gar einen Stecker verbiegt.
Das Display selbst ist natürlich wunderbar groß, die Auflösung und Anzeige klar und ich hatte keine Probleme mit Spiegelungen.
Der Laptop sieht also gut aus und hat äusserlich auch was er braucht, bis auf die hellen LEDs stellt er mich vollkommen zufrieden.



Der Kartenleser


Der Amilo hat ja wunderbarerweise einen Kartenleser integriert. Diesen habe ich heute getestet um meine von ihm mit der Digicam geschossenen Bilder auch mal online zu stellen.
Ich muss sagen, funktioniert hat das ganze. Meine SD-Karte wurde problemlos erkannt und gelesen, allerdings fand ich den Kartenleser an sich bei meinem eigenen Laptop besser umgesetzt.

Zum Kartenleser des Amilo:

Der Kartenleser ist vorne auf der linken Seite angebracht. Dort sitzt er wunderbar, stört nicht und ist leicht zu finden. Verschlossen ist der mit einer kleinen Kappe die man herausziehen muss, bevor man die SD-Karte einschieben kann. Leider ist die Kappe lose und geht so wohl auch sehr leicht verloren. Genau das ist der Punkt der bei Asus meiner Meinung nach besser gelöst wurde. Ausserdem ist nicht erkennbar wie man die Karte einführt, zumindest ist das kleine Bildchen neben dem Schlitz für mich nicht gut deutbar.

Bei meinem alten Asus sieht das ganze so aus:

Der Kartenleser ist vorne Rechts angebracht und dort ebenso sinnvoll platziert wie beim Amilo. Gut erreichbar, gut zu finden und stört nicht. Dort gibt es allerdings keine Schutzkappe sondern eine Dummy-Karte die normalerweise im Kartenleser ist. Es ist einfach ein Stück Kunststoff in Form einer SD-Karte. Man muss nur leicht draufdrücken und die Karte kommt heraus und man kann die richtige Karte einführen.
SD-Karten verschwinden nahezu vollständig darin und ragen nur grade soweit heraus, dass man problemlos wieder draufdrücken kann, damit sie ausgeworden wird.
Nach der Verwendung führt man einfach wieder den Dummy ein.

Beim Amilo steht die SD Karte leider einige mm heraus, was ich als unschön empfinde.
Aber das wichtigste tun beide: Sie funktionieren und lesen meine SD-Karte vollkommen problemlos!