Nachdem ich nun schon über 3 Jahre in Koblenz wohne, habe ich es mir jetzt einmal angesehen.
Ich war da. Genau wie die anderen Massen.
Freitag Morgen habe ich leider eine sehr unglückliche Wahl getroffen was die Schuhe betrifft.
Ich habe meine roten Ballerinas angezogen die mir schon auf dem 5-minütigen Weg von der Bushaltestelle zum Büro die Ferse dermaßen aufgescheuert haben, das ich den Rest des Tages Barfuß lief, wenn es ging. Ansonsten eben auf den Ballen, damit nichts an die offene Wunde an der Ferse kommt.
Also kam am Samstag Abend das laufen zum deutschen Eck nicht in Frage. Es kamen nichtmals meine geliebten Sneaker in Frage, denn jeder normalhohe Schuhe drückt ja hinten auf die Ferse und somit genau auf meinen momentan Wunden Punkt.
Also: Stiefel. Ich mag meine Stiefel. Sehr sogar.
Ist in Größe 42 aber auch garnicht so einfach, passende zu finden und ich habe sogar welche mit ein bisschen Absatz die mir gut gefallen seit letztem Jahr. Und sie belasten die Ferse nicht.
Leider habe ich nicht bedacht, das ich bei diesem Großevent viel stehen muss.
Zuerst musste ich allerdings einen Parkplatz finden. Das erwies sich als tückisch, da viele Straßen komplett zum Busparkplatz erklärt worden waren und normale Autos dort nichtmehr stehen durften. Öffentliche Parkplätze waren natürlich schon seit Stunden dicht und so habe ich irgendwann einen genommen, bei dem ich auch fast von Zuhause aus hätte laufen können. Aber Egal. Feuerwerk! Musik! Menschenmassen! Meine Laune war leicht genervt, aber eigentlich gut.
Wir kamen um etwa 18:30 an und kamen noch Problemlos vor zum deutschen Eck und auch nette Plätze, aber eben nichts zum Sitzen.
Das Programm auf der Bühne war eher miserabel (die “Megaband” würde ich wirklich niemandem empfehlen) und sonstige Unterhaltung gab es kaum.
Zum Glück hatte ich meinen Sockenfüssler dabei. Das sorgt nichtnur für ein Minimum an Unterhaltung sondern sich auch um mich. Nach nur kurzer Zeit wurden die guten Plätze zugunsten von schlechten, bei denen man sich aber auf ein Geländer setzen konnte aufgegeben.
Rinjah war glücklich, es gab schlechte Musik und wir mussten uns nur gefühlte 17Stunden selbst beschäftigen, ehe wir uns neuerlich Stehplätze mit besserem Ausblick suchen konnten.
Einen Eindruck vom folgenden Feuerwerkt könnt ihr hier bestaunen:

Wir haben uns ja gefragt, wozu man Feuerwerk filmt. Ganz offensichtlich um es bei Youtube einstellen zu können.
Der Rückweg zum Auto war für mich das Schlimmste. Meine Füße brannten, taten nurnoch Weh und wollten kalt gebadet werden. Leider liess sich mein Liebster nicht dazu erweichen vorzugehen und das Auto für mich zu holen, so musste er genörgel und gejammere ertragen. Wenigstens das tat er tapfer.
Zuhause bekam ich dann kaltes Wasser und Kirscheistee zusammen mit ein paar Folgen Friends.
Alles in allem ein katastrophaler Abend für meine Füße, meine Augen haben sich am Feuerwerk jedoch erfreut.
Ob es wiederholt wird, schaun wir dann nächstes Jahr mal.