Fernbeziehung


Es zählt ja fast garnicht als Fernbeziehung, was ich führe. Eigentlich ist es ja eher eine Wochenendebeziehung. Aber das ist egal.
Das ist nicht das, was ich auf dauer will. Ich will jemanden, der mich liebt. Jemanden der für mich da ist, für den ich da sein kann. Und das nicht nur in Gedanken.
Ich möchte nicht dauerhaft alleine Wohnen. Alleine wohnen ist mist. Ich möchte neben jemanden im Bett liegen und schlafen. Jede Nacht. Es soll normal sein, der Alltag. Nicht ein besonderer Grund zur Freude am Wochenende.
Nein, es soll nicht irgendjemand sein. Wenn ich an meine Zukunft denke, dann ist es eigentlich immer unsere. Dann bist du jede Nacht neben mir. Dann komme ich zu dir nach Hause oder warte sehnsüchtig auf deine Heimkehr. Dann liegen wir beide zusammen, du und ich, niemand sonst, auf der Couch und schauen fern.
Ich möchte mir dir zusammen sein. Jeden Tag. Mit dir einen Alltag haben. Ich kann es mir nicht anders als schön vorstellen. Wunderschön und glücklich.
Angst vor einer Zukunft mit dir habe ich überhaupt nicht, für mich gibt es momentan keine schönere, nein nichtmal eine andere Zukunft. In jedem Plan den ich mache bist du integriert.
Ich will nicht ohne dich sein. Mit dir zumindest jedes Wochenende zu verbringen ist schön. Ich weiss, du gibst mir soviel Zeit wie möglich von dir und ich bin dir sehr dankbar für jeden Moment.

Für jede Sekunde die du mit mir am Telefon verbringst.
Für jede Sekunde die du damit verbringst, Fotos von dir zu machen. Für mich.
Für jede Sekunde die du mit mir oder für mich schreibst.
Für jede Sekunde die du im Zug oder Bus sitzt, auf dem Weg zu mir.
Für jede Sekunde die du an Bahnhöfen wartest.
Für jeden Gedanken an uns und mich.

Wenn es ein absehbares Ende der Wochenendebeziehung gäbe, wäre es für mich noch schöner.
Etwas auf das ich warten und hinarbeiten, auf das ich hoffen und auf das ich mich freuen kann. Etwas, wonach alles nur noch wunderbarer wird.



Sommerferien


sind ganz ganz doof. Zumindest seit ich in der Ausbildung bin.
Berufsschule bedeutet für mich vorallem: Ein freier Nachmittag.
Da ich ansonsten erst nach 18Uhr Zuhause bin, bin ich um diesen sehr froh. Da kann man mal in ruhe einkaufen, ein Mittagsschläfchen machen oder Wäsche draussen Aufhängen solange noch Sonne da ist.
Und der Unterricht ist meist auch eher einfaches berieseln lassen.

Jetzt hab ich Sommerferien. Also darf ich 6 Wochen (Ok, nur 5. Eine hab ich zum Glück Urlaub) voll Arbeiten. Wirklich komplett und so. Jeden Tag 8 Stunden, eine Stunde Mittagspause und etwa eine Stunde Fahrzeiten Täglich. Also 10 Stunden nicht Zuhause.
Ich frage mich immernoch, wie andere Leute da noch Schlaf, Haushalt und ein bisschen Zeit für sich und Freunde unterbringen.
Vorallem weil ich momentan eigentlich nur ins Bett falle, wird alles andere liegen gelassen.
Gestern bin ich um 18:30 ins Bett, habe bis 23Uhr geschlafen, dann eine Stunde mit meinem Liebsten telefoniert und danach wieder weiter gepennt. Bis heute Morgen.
Letztes Schuljahr hatte ich Mittwochs frei, heute ist seit längerem der erste Mittwoch an dem ich arbeiten muss.
Ich finds doof. Ich will Schule!