Mit Ostermontag war mein Osterurlaub ja zum Glück noch nicht vorbei. Nein, er fing grade erst an!
Der Dienstag nach Ostern war mein erster Urlaubstag und ich hatte ihn mir ziemlich freigehalten.
Socke musste nochmal nach Frankfurt um in letzter Minute eine Hausarbeit abzugeben und gegen Abend zurück zu kehren, ich wollte nur kurz einen Arzttermin in Mainz wahrnehmen.
Weil sowenig geplant war, haben wir entschieden auszuschlafen. Leider schlafe ich bei meinen Eltern seit einiger Zeit nicht gut, weil ich oft Atemprobleme bekomme und so war das Ausschlafen schon kurz nach 10 vorbei. (Das war für die Umstände sogar noch recht lang) Um 11 waren wir dann auch schon unterwegs.
Socke habe ich zum Bahnhof entlassen und ich selbst war 12:20 Uhr schonwieder Zuhause.
Ein gemütlicher Mittag mit Sonnenschein, TV und meinem Buch erwartete mich, zumindest dachte ich das für eine kurze Weile.

Ich ärgerte mich grade über das unterirdische Mittagsprogramm der Privatsender als mein Handy klingelte. Ich war doch etwas erstaunt, dass Socke mich anrief, wo er doch ein paar Stunden später ohnehin wieder da sein wollte. Durch annehmen des Anrufs lies sich sein Verhalten leicht erklären: Er hatte seinen Schlüssel bei mir vergessen und saß nun vor der Wohnungstür. Seine Schwester arbeitete im Krankenhaus und war nicht erreichbar, seine Eltern konnten auch nicht kommen.
Also saß ich etwa 10Minuten später im Auto mit seinem Schlüssel im Gepäck.
Um ihn nicht noch länger warten zu lassen, entschied ich erst in Hessen zu tanken. Ist ohnehin günstiger.
Leider hatte ich unterschätzt wie weit die Tankstelle doch noch weg war und so gönnte ich mir eine anständige Dosis Adrenalin.
Als das Gaspedal sich irgendwie anders anfühlte beim treten, entschied ich doch abzufahren und meinen 5l Kanister aus dem Kofferaum zu verwenden. Leider ist mir das Glück bei solchen Dingen nicht hold, und die ausfahrt war eine Bundesstrasse. Zum Glück mit direkter möglichkeit wieder auf die Autobahn aufzufahren.
Einen kilometer später war dann doch auch endlich die Tankstelle.
Mit gut gefülltem Tank ging es weiter zum wartenden Socke, der vor dem Haus im Schatten stand.
Endlich in der Wohnung, ging die Hektik dann los. Die Hausarbeit musste noch um Deckblatt, Inhaltsverzeichnis und dergleichen erweitert werden, bevor sie ausgedruckt werden konnte.
In Teamwork haben wir es bis 15:20 geschafft. Abgabe war bis 16Uhr in der Uni. Also mit großen Schritten losmarschiert und kurz vor ablauf der Frist noch abgegeben.
Von der eigentlich erwarteten gemütlichkeit war nurnoch wenig zu bemerken, aber immerhin haben wir den restlichen Nachmittag mit bummeln in Frankfurt verbracht und abends mit Sockes ganzer Familie wunderbaren Salat verputzt, ehe wir wieder zu meinen Eltern gefahren sind.