Vermissen


Es ist schlimm. Besonders Montags überkommt mich die Einsamkeit. Ganz gemein schleicht sie sich an, obwohl ich immer wieder versuche sie wegzuschieben.
Nach einem wunderschönen Wochenende muss ich am Montag wieder alleine einer Arbeitswoche entgegentreten. Ich muss mich an den Gedanken klammern, dass es eigentlich nur drei Tage sind. Der Dienstag, der Mittwoch und der Donnerstag. Freitag Abend ist alles wieder anders, ist alles wieder schön, wunderbar und märchenhaft. Freitag Abend kann ich dich wieder in den Arm schließen und das Gefühl genießen, dass deine Nähe in mir hervorruft.
Heute Abend muss ich alleine kochen, muss alleine Essen, muss alleine Fernsehen, alleine die Zähne putzen und alleine ins Bett gehen. Morgen früh muss ich mich alleine aus dem Bett quälen und kann dich nicht nochmal in der wundervollen warmen weichheit der Decken und des Bettes umarmen.
Die Wochen sind gemein. Montage waren schon früher schlimm genug, aber seit sie auch den temporären Abschied von dir bedeuten, sind sie noch viel schlimmer. Ich muss mich immer zusammenreissen um nicht zu weinen. Wenn ich dir hinterher schaue, wenn du zum Bahnhof gehst und ich in die andere Richtung, dann kämpfen die Tränen in mir. Ich klammere mich an die Freude auf Freitag, denke immer daran.
Ich vermisse dich.
Wenn du nicht da bist, fehlt mir etwas.

Buchstabensuppe

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