Schnee


Es schneit dicke, weisse Flocken. Jede davon einzigartig. Jede davon ein hübscher Eiskristall. Alle zusammen eine unberührte Schneedecke. Alles ist überzogen von der weissen, so weich und flauschig aussehenden Pracht. Es glänzt, schimmert und glitzert bei jedem Sonnenstrahl.
Und dann komme ich, zerstöre die Schönheit des unbefleckten weiss, trete hinein und strauchele erst einmal. Schnee und Eis sind rutschig. Wunderschön anzusehen, aber rutschig. Für einen Tollpatsch wie mich, ist es also gefährilich momentan raus zu gehen. Ich gehöre vor ein Fenster und vorallem vor eine Heizung. Mir ist nämlich kalt.
Leider ist der Schnee an einem Montag gekommen, an einem Montag, an dem ich wieder arbeiten muss. Einem Montag, an dem ich den Abend alleine verbringen werde und nicht meinen Freund zum ankuscheln habe.
Vielleicht kommt es nächstes Wochenende zu einem Schneespaziergang. Aber ich bezweifle, dass die weisse Pracht solange hält. Wenn man sich richtig dick einpackt und losstapft, mit Moonboots, Stulpen, Skisocken, Strumpfhosen, langer Unterwäsche und was die Textilindustrie für Frostbeulen sonst noch bereit hält, dann kann ein Schneespaziergang etwas schönes sein. Hübsch anzusehen ist es ja wirklich. Wenn er doch bloss nicht so kalt wäre!