Zwickmühle


Mir geht es momentan nicht besonders. Meine Laune ist in einem für die Jahreszeit typischen Tief. Das liegt an ein paar Dingen, ein wichtiges davon ist jedoch, dass ich dieses Wochenende ohne meinen Freund verbringen werde. Momentan freue ich mich die ganze Woche über nur aufs Wochenende, ich blicke immer darauf zu und bekomme Herzklopfen, wenn ich nur an den Moment des Wiedersehens denke. Das schönste, was ich mir vorstellen kann, ist wieder von ihm in den Arm genommen zu werden.

Dieses Wochenende werde ich alleine verbringen. Ohnehin kränkele ich auchnoch etwas, so dass ich mich vermutlich größtenteils im Bett verkriechen werde.

Mir geht es nicht besonders gut, weil ich mich auf dieses Wochenende überhaupt nicht freue und das nächste so so unendlich weit entfernt scheint. Der Gedanke, dass mein Freund bei sich Zuhause bleibt und WoW spielt anstatt bei mir zu sein Gefällt mir nicht und es zieht mich immer wieder runter.

Allerdings hat er mir angeboten, mich zu besuchen. Dieses Wochenende doch zu kommen. Leider bringt mich das in eine Zwickmühle.

Natürlich könnte ich mich freuen und sofort zustimmen. Ihn bitten zu mir zu kommen, dem vermissen zumindest kurzzeitig abbruch zu tun. Doch ich will es nicht. Es wäre eine egoistische Entscheidung und mit würde es dadurch nichtmal besser gehen.

Er hat unheimlichen spass daran zusammen mit seiner Gilde das neue AddOn zu spielen. Es ist eins, vermutlich das wichtigste, seiner Hobbys. Ich würde es mir selbst übel nehmen, würde ich es ihm vermiesen. Das ganze lässt sich leider weder verschieben noch wiederholen, dass AddOn ist jetzt neu und jetzt sind alle daran. Ich kann es gut verstehen und finde es auch schön, dass er soviel spass hat. Noch mehr freut es mich natürlich, dass er trotzdem zu mir kommen würde.

Ich habe nun die Wahl zwischen alleine einsam und traurig sein oder gemeinsam, dafür aber mit schlechtem Gewissen, selbstvorwürfen und unguten Gefühlen zu sein.

Keine von beiden Varianten gefällt mir. Aber ich denke ich ziehe es vor, alleine zu bleiben. Ich möchte meinen Freund nicht einschränken. Ich möchte nicht, dass er wegen mir verzichtet.

Ich überstehe das Wochenende und freue mich danach um so mehr auf das Nächste.



Es Weihnachtet


Der November ist kaum angebrochen und schon beginnt es Überall: Es wird weihnachtlich.

Die Koblenzer Innenstadt und besonders das Löhrcenter werden mit Nadelbäumen und Tannengirlanden (zumeist künstlicher Natur) verziert und geschmückt. Kunstschnee wird in die Schaufenster gesprüht und die Artikel die zu Weihnachtsgeschenken taugen bekommen Ehrenplätze in der Auslage.

Ab November finde ich es eigentlich auch ok, das überall Schokoladenweihnachtsmänner, Spekulatius und Lebkuchen in den Läden zufinden sind. Wer stressfrei Weihnachtsgeschenke kaufen will, sollte das wohl jetzt schon tun.

Ich überlege auchschon seit einer Weile, was ich dieses Jahr alles kaufe. Zum Glück habe ich für die meisten schon eine passende Idee. Nur wann ich zum Umsetzen komme, dass steht noch in den Sternen.

Vielleicht beginne ich am Wochenende mit meinen Weihnachtseinkäufen. Dekorieren werde ich meine Wohnung nicht, es hängen immernoch die Filz Rentiere und Tannen vom letzten Jahr. Zumindest die paar wenigen, die meine Katzen nicht zerpflückt haben. Da es mit sämtlicher Dekoration so passieren würde, lasse ich es gleich sein.

Auf das Plätzchen backen hingegen freue ich mich schon!

Noch 41 Tage bis Weihnachten!



Ein mehrteiliges Märchen – Der Anfang


Wenn wir ein Märchen wären. Was wäre dann? Ich müsste womöglich mit einem „Es war einmal anfangen..“ Hässlich! Doch welches Märchen fängt schon mit „ Es ist…“ an? Unser Märchen vielleicht. Eine Erzählung die das fabelhafte und wunderbare festhält. Mehr als genug! Nun, da jede Geschichte irgendwo einen Anfang hat und jeder Anfang irgendwo in der Vergangenheit liegt, werde ich mich trotzdem den Worten „Es war einmal…“ bedienen – ungeachtet, das es weit in den Tag hineinreicht und noch lange keinen Abschluss gefunden hat.


Es war einmal jemand, der zog aus um sein Glück zu suchen. Da Glück ein sehr dehnbarer Begriff ist, war er sich auch erst nicht ganz sicher was er suchte, aber trotzdem davon überzeugt, dass er es irgendwo finden würde. Und wie er so durch die Gegend strich ( Die Gegend – ich nehme ich hier eine Art Kopie von Alice im Wunderland nur ohne den nervigen Märzhasen – sollte er mit seiner Uhr ankommen und meinen „Wir hätten keine Zeit“ werde ich ihm diese eigenhändig über seine Hasenohren ziehen. Nun warum grade so eine Welt? Vermutlich weil in ihr alles möglich ist und ich glaube, dass für uns das auch sein wird – für uns zwei wird alles Möglich sein! Gemeinsam! Ich freue mich darauf zu sehen was es sein wird.) …also wie er da durch die Gegend strich fand er also ein Meins! – er war erstaunt und fand an dem Meins! Schnell gefallen. Doch wie ihm geschah! Das Meins hatte eine ganz gemeine Seite und wie er mit dem Meins durch die Gegend strich, zwickte es ihn und piekte in seine Seite und wenn es ganz schlimm wurde, dann hieb es ihm auch mal auf den Po. Doch irgendwie hatte er sein Meins zu lieb gewonnen um es übel zu nehmen oder alleine weiter zu ziehen und jeden Abend, wenn sie unter den schattigen Bäumen des Märchenwaldes zur Ruhe kamen, dann nahm er es ganz fest in seinen Arm und flüstert ein leises „Meine“ und er war sich sicher zu verstehen was Glück bedeutet…

…Wenn das Meins! abends in seinen Armen lag, dann fühlte es sich unheimlich wohl und konnte sich nicht vorstellen, das es etwas schöneres gäbe.
Leider kamen er und sein Meins! nicht immer unter dem gleichen Baum zur Ruhe, weil es gemeine Umstände gab, die dies verhinderten. So musste das Meins! ab und zu ganz alleine im weichen Moos liegen und ihm blieb nichts anderes übrig, als von ihm zu träumen und an ihn zu denken. Das tat das Meins! ohnehin die ganze Zeit, aber Abends, wenn alles dunkel und ruhig wurde, wurden die Gedanken besonders intensiv. Da lag das kleine Meins! dann zwischen den Wurzeln auf der Seite und rief sich in Erinnerung, wie es sich anfühlte, wenn er seinen Arm um sie legt und sich an sie ankuschelte.  Das Meins! hatte auch immer ein Stück von seiner Kleidung bei sich und so schlief es meist auch lächelnd ein, wenn er nicht da war, weil es doch seinen Geruch in der Nase hatte und genau wusste, wie sich sein Arm anfühlt und wie schön es ist, wenn seine Hand über den Arm des Meins! streichelt.
Das Meins! zählte unaufhörlich die Tage, ja auch die Stunden und die Minuten, bis es ihn wiedersah. Denn niemandem piekste das Meins! so gerne in die Seite wie ihm.  Ungeduldig wuselte es durch die Welt und konnte sich kaum konzentrieren, wenn es wusste, dass der Augenblick nahe war, in dem es wieder in seinem Arm sein konnte. Jedesmal hatte es Herzklopfen und wenn es zu dem Ort ging, an dem sich ihre Wege endlich wieder kreuzen würden, dann war alles andere egal…



1968 Tunnelrats


Ein Film von dem man Alpträume bekommen kann.

Leider nicht, weil es guter Horror wäre. Die Handlung ist schnell erzählt: Us Army in Viatnam, sollen Tunnel von Vietcong säubern, am Ende alle tot.

In dem Film sieht man ständig jemanden sterben. Sie werden erhängt, erschossen, ertränkt, von Granaten zerfetzt, ersticken, der Hals wird mit Bambusstangen durchbohrt und natürlich wird auch erstochen. Aus viel mehr besteht der Film auch nicht. Die Viatnamesen haben nichtmals deutsche sondern nur englische Untertitel erhalten, was bei dem Mangel an Dialogen allerdings auch nicht weiter stört.

Mir hat der Film nicht gefallen, ich mag zwar Kriegsfilme allgemein schon nicht, aber dieser ist wirklich einfach nicht sehenswert.

Weil ich es sehr passend finde, hier noch ein Auszug aus der Kritik von Filmstarts.de

In der Ära der Duelle gab es Menschen, die nicht satisfaktionsfähig waren. Einen Widersacher, der gesellschaftlich deutlich schlechter gestellt war, durfte man nicht herausfordern, der Handschuh musste steckenbleiben. Ähnliches gilt für die Filme von Dr. Uwe Boll: German Fried Movie, Das erste Semester, Heart Of America, Alone in the Dark, Seed, Postal, Bloodrayn, Far Cry – all diese Werke liegen so deutlich unter dem Schnitt, dass sie eigentlich gar nicht mehr kritikfähig sind, jedes gesprochene oder geschriebene Wort eines zu viel ist. In die Liste dieser Filme, bei denen jede ernsthafte kritische Auseinandersetzung einem absurden Unterfangen gleicht, reiht sich nun der Vietnam-Kriegsfilm „1968 Tunnel Rats“ nahtlos ein. Lange Zeit glaubt man, einfach einen weiteren schlechten Genrefilm zu sehen. Doch dann kommt die letzte Szene und es fällt einem wie Schuppen von den Augen: Das soll gar kein hirnloses 80er-Jahre-Actiontrash-Revival sein, sondern ein bierernst gemeinter Anti-Kriegsfilm. Da ist dann endgültig vorbei, was auch zuvor schon nicht mehr zu retten gewesen wäre.



In deinen Armen


Der wunderbarste Ort auf der Welt, den ich mir momentan vorstellen kann, ist in deinen Armen. Egal ob stehend oder liegend, ich fühle mich einfach unheimlich wohl bei dir. Ich drücke mich gerne an dich. Wenn du mich festhälst, fühle ich mich sicher, geboren und beschützt. Nichts schlechtes kann mich erreichen, wenn du um mich bist. Ich kann deinen Herzschlag fühlen und auch wenn ich weiss, dass du es auch ansonsten bist, spüre ich in diesen Momenten sehr deutlich, dass du für mich da bist.

Eigentlich bin ich kein sehr fröhlicher Mensch. Aber wenn du da bist, kann ich nicht anders als zu lächeln. Dich um mich zu Wissen, erfüllt mich einfach mit Glück. Du lächelst auch nicht viel. Dabei finde ich dein Lächeln wunderschön. Auf dem Bild in deinem alten Schülerausweis, lächelst du. Es ist einfach niedlich anzusehen. Wenn ich dich anlächle, dann erwiederst du es oft für einen Moment. Alleine das ist schon ein Grund für mich dich immer wieder anzusehen.

Wir sind heute einen Monat zusammen. Eigentlich waren es nur 4 Wochenenden seitdem, die wir zusammen verbracht haben. Aber mir kommt es vor, als wäre es viel mehr. Die Zeit mit dir war unglaublich intensiv. Unglaublich schön und einfach nur Unglaublich. Es fällt mir schwer zu verstehen, das ich so Glücklich sein kann, dass es keinen Haken gibt. Das du wirklich einfach meine Gefühle erwiederst. Du schreibst mir sogar von diraus, dass du mich vermisst, dass du wieder zu mir willst, dass ich dir wichtig bin. Du bist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden und ich will dich nichtmehr missen. Natürlich wissen wir nicht alles übereinander, es gibt noch viel für uns zu entdecken und viel zu bereden. Aber ich habe das Gefühl, es wäre egal, was da noch ist. Ich kann dir alles sagen und du liebst mich trotzdem. Es ist egal was war. Es ist wichtig was ist.

Wir sind. Und wir werden bleiben. Ich gebe dich nicht so einfach wieder her. Du sollst Teil meines Lebens bleiben, du sollst es beeinflussen und ich will es mit dir teilen.

Ich möchte meine Zukunft mit dir zusammen planen können.

Ich liebe dich.



Krabat


Nachdem ich letzte Woche das Buch “Krabat” von Ottfried Preußler fertig gelesen habe, war ich Freitag Abend auch im Kino in der filmischen Umsetzung.

Leider ist der Film an recht vielen Stellen vom Original abgewichen. Es ist selbstverständlich, das für einen Film gekürzt werden muss und nicht alles eins zu eins umgesetzt werden kann. Was allerdings meiner Meinung nach nicht sein muss, ist das man Tatsachen die im Buch eindeutig nicht so waren hinein bringt.

Wenn ein Bösewicht bis zum Ende hin böse ist, muss man ihn nicht im Film am Ende eine gute Tat vollbringen lassen.

Es war dennoch ein Film, den man sich gut ansehen kann und nachdem ich den Trailer für Tintenherz gesehen habe, was sie scheinbar vollkommen verhunzt haben, musste der Film auch gut umgesetzt wirken.

Es ist ein düsterer Kinderfilm der in Deutschland wärend des 30jährigen Krieges spielt, diese Stimmung ist oftmals gut eingefangen und es gibt ebenfalls schöne Landschaftsaufnahmen.

Kinderfilme sind etwas schönes. Besonders wenn sie auch für Erwachsene geeignet sind und in der spätvorstellung (also ohne nervige Kinder im Kino) laufen. Am Freitag Abend waren nur Pärchen anwesend und es war angenehm ruhig und leer.