Wenn wir ein Märchen wären. Was wäre dann? Ich müsste womöglich mit einem „Es war einmal anfangen..“ Hässlich! Doch welches Märchen fängt schon mit „ Es ist…“ an? Unser Märchen vielleicht. Eine Erzählung die das fabelhafte und wunderbare festhält. Mehr als genug! Nun, da jede Geschichte irgendwo einen Anfang hat und jeder Anfang irgendwo in der Vergangenheit liegt, werde ich mich trotzdem den Worten „Es war einmal…“ bedienen – ungeachtet, das es weit in den Tag hineinreicht und noch lange keinen Abschluss gefunden hat.
Es war einmal jemand, der zog aus um sein Glück zu suchen. Da Glück ein sehr dehnbarer Begriff ist, war er sich auch erst nicht ganz sicher was er suchte, aber trotzdem davon überzeugt, dass er es irgendwo finden würde. Und wie er so durch die Gegend strich ( Die Gegend – ich nehme ich hier eine Art Kopie von Alice im Wunderland nur ohne den nervigen Märzhasen – sollte er mit seiner Uhr ankommen und meinen „Wir hätten keine Zeit“ werde ich ihm diese eigenhändig über seine Hasenohren ziehen. Nun warum grade so eine Welt? Vermutlich weil in ihr alles möglich ist und ich glaube, dass für uns das auch sein wird – für uns zwei wird alles Möglich sein! Gemeinsam! Ich freue mich darauf zu sehen was es sein wird.) …also wie er da durch die Gegend strich fand er also ein Meins! – er war erstaunt und fand an dem Meins! Schnell gefallen. Doch wie ihm geschah! Das Meins hatte eine ganz gemeine Seite und wie er mit dem Meins durch die Gegend strich, zwickte es ihn und piekte in seine Seite und wenn es ganz schlimm wurde, dann hieb es ihm auch mal auf den Po. Doch irgendwie hatte er sein Meins zu lieb gewonnen um es übel zu nehmen oder alleine weiter zu ziehen und jeden Abend, wenn sie unter den schattigen Bäumen des Märchenwaldes zur Ruhe kamen, dann nahm er es ganz fest in seinen Arm und flüstert ein leises „Meine“ und er war sich sicher zu verstehen was Glück bedeutet…
…Wenn das Meins! abends in seinen Armen lag, dann fühlte es sich unheimlich wohl und konnte sich nicht vorstellen, das es etwas schöneres gäbe.
Leider kamen er und sein Meins! nicht immer unter dem gleichen Baum zur Ruhe, weil es gemeine Umstände gab, die dies verhinderten. So musste das Meins! ab und zu ganz alleine im weichen Moos liegen und ihm blieb nichts anderes übrig, als von ihm zu träumen und an ihn zu denken. Das tat das Meins! ohnehin die ganze Zeit, aber Abends, wenn alles dunkel und ruhig wurde, wurden die Gedanken besonders intensiv. Da lag das kleine Meins! dann zwischen den Wurzeln auf der Seite und rief sich in Erinnerung, wie es sich anfühlte, wenn er seinen Arm um sie legt und sich an sie ankuschelte. Das Meins! hatte auch immer ein Stück von seiner Kleidung bei sich und so schlief es meist auch lächelnd ein, wenn er nicht da war, weil es doch seinen Geruch in der Nase hatte und genau wusste, wie sich sein Arm anfühlt und wie schön es ist, wenn seine Hand über den Arm des Meins! streichelt.
Das Meins! zählte unaufhörlich die Tage, ja auch die Stunden und die Minuten, bis es ihn wiedersah. Denn niemandem piekste das Meins! so gerne in die Seite wie ihm. Ungeduldig wuselte es durch die Welt und konnte sich kaum konzentrieren, wenn es wusste, dass der Augenblick nahe war, in dem es wieder in seinem Arm sein konnte. Jedesmal hatte es Herzklopfen und wenn es zu dem Ort ging, an dem sich ihre Wege endlich wieder kreuzen würden, dann war alles andere egal…
No Comments, Comment or Ping
Reply to “Ein mehrteiliges Märchen – Der Anfang”