9 Sep
Ich bin der Schrecken der die Nacht durchflattert,
ich bin der Einkaufswagen, der euch den Autolack zerkratzt.
ich bin das Abschlusszeugnis, in dem du eine “Sechs” hast.
ich bin der Wasserballon, der direkt auf deinem Kopf zerplatzt.
ich bin die unvorhersehbare Wendung in einem Film.
ich bin der Floh, den du nicht erschlagen kannst.
ich bin die 10 Dollar Gebühr, die du für einen geplatzten Scheck bezahlen musst.
ich bin der eingewachsene Zehenagel im Fuße des Verbrechens.
ich bin das Cholesterin, das dir deine Aterien verstopft.
ich bin die Motte, die in dein Verandalicht fliegt.
ich bin der Spinat, der zwischen deinen Zähnen hängenbleibt.
ich bin die Nacktschnecke, die deine Begonien einschleimt.
ich bin der Held, den jede Kultur in aller Welt benötigt.
ich bin die Weiche, die deinen Zug zum Entgleisen bringt.
ich bin der Gefängniswärter, der deinen Zellenschlüssel wegwirft.
ich bin die Überraschung in deiner Kelloggs-Packung.
ich bin der kalte Schauer, der dir den Rücken herunterläuft.
ich bin der Fleck, den du nicht wegwischen kannst.
ich bin die Batterie, die im Preis nicht inbegriffen ist.
ich bin der Scheck, der dein Konto überzieht.
ich bin der Hund, der deine Petunien ausbuddelt.
ich bin der Schmutzstiefel, der über das Linolium des Verbrechens schreitet.
ich bin die Katze, die jemand aus dem Sack gelassen hat.
ich bin das Gold am Ende des Regenbogens.
ich bin die Supernova im Mittelpunkt des Universums.
ich bin das Scheuerpulver gegen kriminellen Grind.
ich bin der Unkrautjäter im Garten des Bösen.
ich bin die niedrige Einschaltquote, die deiner Sendung den Garaus macht.
ich bin der Buchprüfer, der deine Finanzen durchleuchten wird.
ich bin der Hauch einer Chance die du nicht hast.
ich bin der Bullterrier, der am Knöchel des Verbrechens knabbert.
ich bin der Virus, der deinen Computer zum Abstürzen bringt.
ich bin das Adrenalin, das dein Blut zum Kochen bringt.
ich bin die akribische Pediküre am Fußpilz des Verbrechens.
ich bin der Dosenöffner an der Sadinenbüchse der Gerechtigkeit.
ich bin der eingewachsene Zehennagel in deinen zu engen Ausgehstiefeln.
ich bin die Elster, die dir deinen Goldschmuck stibitzt.
ich bin das fettige Fischstäbchen, das dir den Magen umstülpt.
ich bin der Gärtner, der deine Hecken schief schnibbelt.
ich bin das Haar auf dem Objektiv deiner Filmkamera.
ich bin der Haarpfropf, der deinen Abfluß verstopft.
ich bin die holländische Bedienungsanleitung zu deinem japanischen Videorecorder.
ich bin die Kakerlake, die dir deine Nylonstrümpfe hochkrabbelt.
ich bin der Kalk, der dir durchs Großhirn rieselt.
ich bin die kleine Maus, die dir deinen Käse klaut.
ich bin das Leck in eurem Atomkraftwerk.
ich bin die Parkuhr, die abläuft, während du beim Einkaufen bist.
ich bin der Plastikhubschrauber in deinem Überraschungsei.
ich bin der Piranja in deinem Zierfisch-Aquarium.
ich bin der Radiergummi, der die Rechtschreibfehler des Verbrechens ausradiert.
ich bin der Rollsplitt in deinem Schuh der Schande.
ich bin der Rostfleck auf eurer Verbrechensrüstung.
ich bin der Schakal, der eure Knochen abnagt.
ich bin die Schreibmaschine, an der du dir die Fingernägel abbrichst.
ich bin der Schuldirektor, der dir einen Verweis erteilt.
ich bin die Spinne, die dir ins Genick springt.
ich bin der Taxometer an der Droschke der Gerechtigkeit.
ich bin die Termite in deinem Holzbein.
ich bin die Wespe auf deinem Marmeladenbrot.
ich bin der Wackelkontakt an deiner Lieblingsgitarre.
ich bin die Tube Kobaltblau, deren Verschluß eingetrocknet ist.
ich bin das Zahlenschloss am Tresor der Gerechtigkeit.Ich bin Daaarkwing…Duck!!!
Das musste mal gesagt werden.
8 Sep
Das reale Leben ist anstrengend. Und kompliziert. Und ausserdem überbevölkert.
Kein wunder, das sich viele ins virtuelle flüchten. Man kann alles viel leichter manipulieren, sich selbst, oder eher das virtuelle Abbild von sich selbst, ganz nach belieben anpassen. Lügen ohne jemandem dabei in die Augen sehen zu müssen und wenn es einem zu viel wird, kann man problemlos pausieren oder ganz aussteigen und sich in den Weiten des Internets einen neuen Zufluchtsort suchen.
Die Realität ist dagegen grausam und gemein. Ich kann keine Pause davon machen, wenn mir etwas zu viel wird. Einfach abhauen und mir was neues suchen, gestaltet sich auch als eher schwer und ich habe mit bestimmten Leuten zwangsläufig über längere Zeit hinweg zu tun. Ob ich will, oder nicht. Mich selbst zu verändern ist sehr viel schwerer, als nur das Bild, das andere von mir erhalten, anzupassen. Auf Dauer ist verstellen einfach nicht drin.
Ich kann nicht komplett frei entscheiden, welche Informationen über mich mein Gegenüber erhält. Mein Aussehen, mein Verhalten, mein Aufenthaltsort und wie ich mit anderen umgehe verraten schon ungemein viel über mich.
Wenn ich jemanden verletze, ist es manchmal schwer ihm zukünftig aus dem Weg zu gehen. Teilweise muss ich ihn dabei sogar ansehen und bin später seinen Blicken ausgesetzt.
Ich vermisse mein virtuelles Leben. Realität ist anstrengend. Ich möchte eine Pause. Oder einen temporären Serverwechsel.
6 Sep
Das Kalkül hinter der Charakterzeichnung ist dennoch offensichtlich: Sat.1 hält sein weibliches junges Zielpublikum ebenfalls für schüchtern und komplexbeladen und möchte ihm eine Identifikationsfigur anbieten.
Ich habe wohl den Grund gefunden, warum ich die Telenovelen nicht mag. Ich passe einfach nicht in das Bild das die Sender von ihrer Zielgruppe haben. Dafür bin ich für die anderen Serien umso anfälliger. Eine kurze Liste meiner favoriten:
Leider kenne ich nicht von allen Serien alle Folgen, sollte ich jedoch irgendwann einmal Lotto spielen und tatsächlich gewinnen, werde ich mir von ihnen allen, alle DVDs (oder das dann aktuelle Medium) zulegen. Bisher ist meine DVD Box sammlung noch recht bescheiden. Aber sie wird wachsen!
Und ich habe momentan Dienstags keine Zeit, weil abends die neuen Staffeln von House und Monk laufen. Zum Glück kommen Greys Anatomy und Desperate Housewives wohl wieder Mittwochs. Als Gilmore Girls und Dr House parallel liefen, führte das dazu das ich mir bis tief in die Nacht die Wiederholung einer der Serien angesehen habe.
Serienjunkie.
2 Sep
Wir haben nun September und für mich ist somit der Herbst angebrochen. Vielleicht gibt es noch ein paar schöne und sonnige Tage, aber vorallem freue ich mich nun auf Regenschauer, pfützen und vorallem bunte Blätter.
Man kann wieder die langärmligen Sachen aus dem Schrank holen und wenn man möchte tut es auch einfach ein T-Shirt mit einer Jacke drüber.
Herbstspaziergänge sind gleich neben den Frühlings- und Schneespaziergängen meine zweitliebsten Spaziergänge. Auf Platz 1 bleibt natürlich das Sommergewitter.
Ich muss mir dringend Gummistiefen besorgen um anständig durch Pfützen und Laubhaufen springen zu können und öfter die Kamera einpacken um buntes Laubwerk festzuhalten.
Herbstsonne lässt die Welt bunt leuchten und hat einen wundervollen glanz. Kalter Herbstwind sorgt dafür das ich mit meinem lieblingsschal nicht lächerlich wirke.
Ich mag den Herbst!