August 17th, 2008
Dieses Wochenende habe ich es wohl geschafft einen neuen Rekord im tollpatschig anstellen aufzustellen.
Ich habe Freitag damit begonnen eine große Teetasse über meine Tastatur, den Schreibtisch, den Schreibtischstuhl, eine Mehrfachsteckdose und natürlich den Boden auszukippen. Eine schöne Sauerei, aber immerhin ist nichts kaputt gegangen.
Am Samstag habe ich eine Flasche Wasser und ein Glas Traubensaft ausgekippt, das zweite auf meine Couch und den Couchtisch und natürlich den Boden. Mein Boden sieht momentan ziemlich eklig und klebrig aus, ich sollte ihn unbedingt wischen.
Mein heutiger Tag fing mit erneutem umkippen einer Teetasse an und ging damit weiter, dass ich eine Kiwi kunstvoll über mein Oberteil, meinen Arm und in meinen Haaren verteilt habe.
Der wunderbare Abschluss dieses Wochenendes war das umkippen eines vollen Wäscheständers auf den nicht unbedingt sauberen Boden. Davor habe ich es allerdings noch geschafft mein Handy mit Kaugummiresten zu verzieren.
Immerhin, man kann es auch positiv sehen: Ich bin weder hingefallen noch habe ich einen Autounfall gebaut. Aber gewundert hätte es mich eigentlich nicht.
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August 17th, 2008
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August 17th, 2008
Ich liebe Seifenblasen! Vor zwei Wochen etwa sind sie mir ins Auge gesprungen und ich konnte nicht wiederstehen. Ich habe meinem inneren Kind nachgegeben und mir Seifenblasen gekauft. Nun stehe ich an meinem Fenster, schaue hinaus und verschönere die mich umgebende Welt für einige kurze Augenblicke mit der schillernd bunten Schönheit einiger Seifenblasen. Es ist faszinierend zu beobachten wie sie alle Farben des Regenbogens in sich tragen und dabei doch aus kaum etwas bestehen. Sie sind wohl das schönste, was man aus ein paar Tropfen Seifenwasser kreieren kann.
In mir wecken Seifenblasen gleich wieder kindliche Begeisterung, ich könnte ihnen hinterherjagen und sie zerstören mit einer einfachen Berührung oder sie einfach nur betrachten. Mit dem Pustering kann man sie wieder auffangen und versuchen mehrere von ihnen zu einem komplizierten Gebilde zu vereinen. Sie schaffen es einfach mich zu faszinieren.
Beim gleichen Einkauf habe ich auch einige Packungen Frigeo Brause erstanden, vielleicht widme ich auch dieser demnächst einen Eintrag. Das Kind in mir hat den Einkauf jedenfalls sehr genossen.
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August 16th, 2008
Ich habe heute schon ein Geburtstagsgeschenk erhalten. Es war nicht das erste, irgendwie sind dieses Jahr alle recht früh dran. Einen Staubsauger und 5 paar Schuhe habe ich schon von meinen Eltern bekommen, also eher nützliches.
Das heutige war auch nicht überraschend, aber die Aufmachung hat mich überzeugt.
Ich habe mir einen HTTP String gewünscht, erhalten habe ich ein survival Kit für Informatikerinnen. Man sieht diesem Geschenk an, das sich der Schenkende wirklich Gedanken gemacht hat.
Ich habe aus dem Geschenkpapier eine Diskettenschachtel ausgepackt, verziert mit einem Diskettenetikett das mit “Survival Kit für Informatikerinnen” beschriftet ist. Enhalten hat die Pappschachtel dann auch den gewünschten String, ein Päckchen Gummibären und 4 extrem starke, kleine Magnete. Sie sind sicher sehr nützlich, wenn ich mal auf die schnelle verfängliche Daten von einer Festplatte löschen muss.

Vielen Dank für das Geschenk! Ich freue mich wirklich darüber :)
Und nun futtere ich erstmal die Gummibärchen.
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August 14th, 2008
“Frauen ein Kompliment zu machen ist, wie Topfschlagen im Minenfeld.”
Das kann ich durchaus bestätigen. Sehr häufig sind Aussagen und vorallem Komplimente eben nicht eindeutig, sondern können auch anders, im schlimmsten Fall als Beleidigung aufgefasst werden. Frauen haben dafür ein besonderes Talent und ich bilde hier keine Ausnahme. Gestern machte mir ein Lehrer zu einem Foto ein Kompliment. Zumindest hat er es versucht. Er meinte ein Foto von mir sei sehr hübsch, leider verstecke ich auf exakt diesem Bild mein Gesicht zu etwa 70% hinter meinen Haaren.
Wenn ein Foto auf dem mein Gesicht so gut wie nicht zu sehen ist, sehr hübsch ist, ist das nicht unbedingt schmeichelhaft. Aber nungut, der Wille zählt und ich weiß das es wirklich freundlich gedacht war. :)
Aber was ich eigentlich berichten wollte, war ein Kompliment wie es mir lange nichtmehr gemacht wurde. Und genau solche Komplimente, die kein Standard sind, bedeuten einer Frau wirklich etwas.
Mir hat jemand den ich kaum kannte gesagt, das er mir über einen Gewissen Teil seiner Vergangenheit berichten wird. Die Person erzählt dies wohl nicht sehr vielen Menschen, weil die meisten danach nichtmehr in der Lage sind ihr in die Augen zu sehen.
Das mir zugetraut wird, das ich darüber hinweg sehen und es tolerieren kann, was auch immer es ist, erfreut mich auch Tage später noch. Und es wirkt wesentlich effektiver als ein plumpes
“Du hast tolle Augen!”
Also: Öfter mal was neues, auch was Komplimente betrifft.
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August 13th, 2008
Manchmal bin ich schusselig. Leider ist manchmal bei mir recht häufig.
Zum zweiten mal in diesem Sommer habe ich es geschafft meinen Haustürschlüssel zu vergessen. Leztes mal saß ich daraufhin 45min vor dem Büro und habe auf meinen Chef warten dürfen, habe in der Mittagspause herum telefoniert um an die Handynummer der Mieterin im Erdgeschoss zu kommen und diese dann gefragt ob sie mich Abends irgendwann rein lassen könnte.
Zum Glück konnte sie! Ich war dann nach der Arbeit noch kurz Einkaufen und konnte dann wieder in meine Wohnung.
Heute ist mir der Fauxpas schon früher aufgefallen, nämlich direkt als die Tür zu war. Leider ist das ja genau ein Moment zu spät.
Ich habe der netten Erdgeschossmieterin einen Zettel in den Briefkasten gesteckt, ob sie mir nicht die Kellertür öffnen könnte. Aber leider war sie noch nicht zuhause als ich heim kam. Aber ich habe einen verdammt netten Klassenkameraden. Er hat mich heute morgen mit zur Schule genommen und heute Mittag hat er mich zu meiner Vermieterin gefahren, damit diese mir einen Haustürschlüssel aushändigen kann. Grade bin ich ihm ziemlich dankbar. Wir kennen uns seit nun genau einer Woche, dennoch hat er grade eine Stunde damit verbracht, mir zu helfen das ich in meine Wohnung hinein komme. Er hat mit seinem Laptop den Weg rausgesucht und mich hin und zurück gefahren. Das hat er ohne zu zögern angeboten und mir die ganze Zeit den Eindruck vermittelt als sei es das Selbstverständlichste der Welt.
In diesem Sinne:
Danke Sascha! Du bist mein heutiger Held des Tages.
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August 10th, 2008
Ich mag diese Fabel, seit ich sie das erste mal gelesen habe. Leider ist es auch einfach die Wahrheit.
Der Transistor und die kleine Leuchtdiode
In den meisten Fabeln spielen Tiere mit. Nicht aber in dieser!
Außerdem enthält dieser Text ein vom Autoren selbst erfundenes griechisches Fremdwort.
“Pst. Ich liebe dich”, raunte der Transistor zur kleinen Leuchtdiode und sandte ihr einen kurzen Stromimpuls, so daß diese unweigerlich rot glimmte.
“Ganz ehrlich? Du liebst mich wirklich und willst nicht nur kurz mal Sex mit mir haben?” fragte die Schönheit im schimmernden Plastikrock, unter dem sich zwei lange makellose goldene Beine zeigten, die auf der Hauptplatine festgelötet waren.
“Ja, ehrlich! Ich liebe dich”, wiederholte der Transistor, schob sich den Aluminiumhut zurecht und stützte sich lässig auf seine drei versilberten Anschlüsse.
“Ich liebe dich so sehr, ich hab‘ sogar ein Lied für dich geschrieben”, fuhr er fort “Es ist eine Ode!”, und er begann zu singen:
Die Ode an Diode
Schon oft hab‘ ich dich angeseh‘n
Du leuchtest gar so wunderschön
Jeder Stromimpuls von mir
Ist lieb gemeint und gilt nur dir
Kein Widerstand von 1000 Ohm
Könnt‘ lindern meinen Liebesstrom
Strom der nur für dich noch fließt
Mir kribbelnd durchs Silizium schießt
‘Will ewig dein Transistor sein
Ach wärest du heut‘ Nacht nur mein”
Verzückt lauschte die kleine Leuchtdiode dem sirenösen Gesang, der sie verzauberte, der sie so mitriß, daß sie sich augenblicklich in den Transistor verliebte. Sie funkelte, sie blitzte, sie strahlte. Elektronen rasten rasant in ihr Gewand und erhitzten ihren Körper auf mehrere 100 Grad Celsius. Lötzinn schmolz und tropfte jetzt von ihren Beinen, so daß sie sich von der Leiterplatte lösen konnte.
Und sie lief zum Transistor. Sie schlang ihre goldenen Gelenke um die ihres Angebeteten; sie streichelten und liebkosten sich, sie rieben aneinander hin und her und auf und ab. Bald trennte sich auch der Transistor von der Platine und sagte: “Ich will dich!”
Und die Leuchtdiode holte ein Stück Isoliermaterial hervor, welches sich der Transistor um die Basis wickeln sollte, was er dann widerwillig und murrend auch tat. (Ein Transistor hat drei Anschlüsse: Die beiden äußeren heißen Kollektor und Emmiter, der mittlere: Basis)
Danach hatten sie Sex.
… Zensur …
Am nächsten Tag saß die kleine Leuchtdiode traurig und allein, mit hochohmigem Herzen und voller Liebeskummer auf der Platine in ihren Lötlöchern. Der Transistor hatte ihr am Morgen gesagt, er wolle noch schnell Elektroden holen, und dann war er auch schon weg und war mit einer anderen Diode durchgebrannt.
Und was dachte die kleine Leuchtdiode noch, wie sie da so saß? Sie dachte das, was jeder Elektronikingenieur im ersten Semester schon lernt: Alle Transistoren sind basisgesteuert.
Aber – liebe kleine Leuchtdiode! Dieses Denken ist absolut Diodentypisch. Warum müßt ihr denn immer alles gleichrichten?
Copyright Tube 1998
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